„LADIES*, ES IST ZEIT!“ – Presseerklärung zum Start der Kampagne

#ladiesesistzeit Kampagne ruft im Wahljahr 2019 zur Solidarität mit Gleichstellungsprojekten auf.

Die Kampagne #ladiesesistzeit ist eine Initiative Dresdner Gleichstellungsprojekte. Unter dem titelgebenden Motto rufen die Initiatorinnen* dazu auf, sich zu solidarisieren und gemeinsam für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft zu kämpfen.

Die Möglichkeiten reichen dabei von einer Beteiligung am Frauen*- und Feministischen Streik am 8. März bis hin zur eigenen Wahlentscheidung bei den Kommunal- und Landtagswahlen 2019. Sie werden von den Initiatorinnen* und unterstützenden Projekten in den sozialen Medien über den Hashtag #ladiesesistzeit angekündigt.

Karin Luttmann aus dem FrauenBildungsHaus Dresden erklärt dazu:

„Eine geschlechtergerechte Gesellschaft ist noch längst nicht Wirklichkeit geworden. Ob ungleiche Bezahlung, unentgeltliche und ungleich verteilte Sorge- und Hausarbeit, (Alters-)Armut, Sexismus, Frauen*feindlichkeit oder Gewalt – noch immer gehören geschlechtsbedingte Diskriminierungserfahrungen zum Alltag von Frauen*. Die Fachstellen und Projekte setzen sich mit politischer Bildung aktiv für ein gesellschaftliches Umdenken ein und unterstützen mit Beratungsangeboten die am massivsten von der gesellschaftlich bedingten Diskriminierung Betroffenen: Zum Beispiel Betroffene von Beziehungsgewalt, Alleinerziehende, lanzeiterwerbslose Frauen* und auch Männer*.“

In Dresden gibt es jedoch viele Orte, die sich speziell für Frauen* und Mädchen*, aber auch für Männer* und Menschen jenseits dieser Kategorien einsetzen und so den Weg für eine (geschlechter-)gerechte Gesellschaft ebnen. Diese Orte existieren auf Grundlage öffentlicher Fördermittel, vor allem von Kommune und Land. Diese Gelder sind wichtig, weil die Angebote in aller Regel kostenlos oder sehr günstig sind, damit alle Menschen sie nutzen können. Das macht sie jedoch abhängig vom politischen Willen, denn der Dresdner Stadtrat und der Sächsische Landtag entscheiden über die Höhe der bereitgestellten Fördermittel.

An aktuellen Beispielen zeigt sich, wie gefährdet bereits jetzt die Arbeit der Gleichstellungsprojekte ist. Eine neue konservative Mehrheit im Dresdner Stadtrat spricht sich bis jetzt gegen eine ausreichende Förderung für die Jahre 2019 und 2020 aus, um die allgemeinen Kostensteigerungen u.a. im Gleichstellungsbereich zu finanzieren und somit zumindest den Status quo zu erhalten. Auf Landesebene hat die CDU sich jüngst gegen den aktuellen Entwurf eines neuen Gleichstellungsgesetzes ausgesprochen, das im Koalitionsvertrag von 2014 vereinbart und seitdem unter Beteiligung von Männer*- und Frauen*verbänden wie auch Gewerkschaften im Bereich von Staatsministerin* Petra Köpping erarbeitet wurde. Damit wird das Gesetz nicht wie geplant und vereinbart bis zur Landtagswahl am 1. September in Kraft treten. Was nach den Wahlen damit geschieht, d.h. ob es überhaupt kommt, ist nicht abzusehen.

„Rechtspopulist*innen stehen der Stärkung von Frauen*, Mädchen*, Geflüchteten und Migrantinnen* entschieden entgegen. Eine Mehrheit dieser Parteien und Positionen in den Parlamenten wird bedeuten, dass diese Orte in Dresden und Sachsen keine Zukunft haben.“, so Karin Luttmann weiter.

Die Initiatorinnen* rufen daher dazu auf, bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 und den Landtagswahlen am 1. September 2019 wählen zu gehen und zu zeigen: Ladies*, es ist Zeit, für eine gerechtere und damit für eine solidarische und friedliche Gesellschaft zu kämpfen!

Kontakt: Karin Luttmann (FrauenBildungsHaus Dresden e.V.)
Mobil: 0176 219 955 36
Festnetz: 0351 310 52 75

Eine Initiative von

* D.I.K. Interventions- und Koordinierungsstelle zur Bekämpfung häuslicher Gewalt/Stalking des Frauenschutzhaus Dresden e.V.
* Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* Dresden (in Trägerkooperation des Verbunds Sozialpädagogischer Projekte e.V. und des *sowieso* Frauen für Frauen e.V.)
* FrauenBildungsHaus Dresden e.V.
* Frauenförderwerk Dresden e.V.
* Frauen- und Mädchengesundheitszentrum MEDEA e.V.
* Gerede – homo, bi und trans e.V.
* Kreative Werkstatt Dresden e.V.

Mit Unterstützung von

* Pia Barkow, Stadträtin* (DIE LINKE)
* Ulrike Caspary, Stadträtin* (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
* Dana Frohwieser, Stadträtin*, Fraktionsvorsitzende und gleichstellungspolitische Sprecherin* (SPD)