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Psychische Gesundheit von Frauen – ein Überblick anhand des RKI-Frauengesundheitsberichtes

„Frauen sind häufiger von Depressionen und Essstörungen betroffen als Männer“ – lautet die erste Aussage im Frauengesundheitsbericht des RKI unter Punkt 2.1.7. „Psychische Gesundheit“.

Nach Daten der AOK stiegen die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen von 11,1 % im Jahr 2008 (Männer: 6,3 %) auf 14,3 % im Jahr 2017 (Männer: 8,6 %) an. Mehr Arbeitsunfähigkeitstage bei Frauen entstehen nur durch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (20,8 %). Ebenso stieg die Zahl der Frühberentungen aufgrund von psychischen- und Verhaltensstörungen von 19.950 im Jahr 2000 auf 42.677 im Jahr 2015 – mehr als eine Verdopplung trotz insgesamt sinkender Zahlen von Renten aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit.

Psychische und Verhaltensstörungen verursachen somit die höchsten Krankheitskosten bei Frauen mit 27,7 Milliarden Euro und einem Gesamtkostenanteil von 14,6 %.

Wo könnten die Ursachen dieser Entwicklung liegen?

An der Entstehung psychischer Störungen sind verschiedene Faktoren beteiligt. Frauen unterliegen zum Beispiel phasenweise anderen biologischen Abläufen als Männer wie natürlichen hormonellen Schwankungen, Schwangerschaft oder Wechseljahren. Sie sind außerdem häufiger sozial benachteiligt durch Alleinerziehung von Kindern, geringere Einkommen und Renten und werden häufiger Opfer von Gewalterfahrungen als Männer. Frauen leben zudem über lange Phasen mit Mehrfachbelastungen (ca. 82% der 40- bis 59-jährigen Frauen in Deutschland, lt. einer Studie des Allensbacher Meinungsforschung-Instituts).

Weitere Erklärungen weisen auf Unterschiede in der ärztlichen Diagnosestellung hin. Hierbei könnten unbewusste Geschlechterrollenbilder auf Seiten von ÄrztInnen von Bedeutung sein: So erhalten Frauen bei gleicher Symptomatik häufiger eine psychische, Männer hingegen eine somatische Diagnose.

Welches sind die häufigsten psychischen Störungen?

Depressive Störungen

Depressionen und depressive Symptome treten oft in Folge von oder zusammen mit körperlichen Erkrankungen, anderen psychischen Störungen, chronischem Stress oder lebensverändernden Ereignissen auf. Durch hormonelle Veränderungen zum Beispiel während der Schwangerschaft und nach der Geburt treten depressive Episoden zudem überproportional häufig auf. Die Prävalenz für arbeitslose Frauen ist deutlich höher als die der Berufstätigen. Ebenso verhält es sich bei Alleinerziehenden, Frauen mit niedrigerem sozioökonomischem Status und bei Frauen jenseits des 65. Lebensjahres.

Angststörungen

Angststörungen sind gekennzeichnet durch eine überdauernde, quälende Angst, bzw.  unangemessene Verhaltensweisen, die diese Angst verringern sollen. Es gibt situations- oder objektbezogene konkrete Ängste wie Platzangst und Tierphobie, oft vergesellschaftet mit körperlichen Symptomen wie Schwindel, Übelkeit, o.ä. Diese Ängste beeinträchtigen die Betroffenen nur bedingt. Dagegen massiv ist die Beeinträchtigung durch generalisierte, unspezifische Ängste und Panikstörungen, oft verbunden mit depressiven Störungen und Substanzabhängigkeit. 

Man geht davon aus, dass neurobiologische, genetische, hormonelle und psychosoziale Faktoren einen Einfluss auf die Entstehung von Angststörungen haben und als Erklärungsansatz für Geschlechterunterschiede herangezogen werden können.

Essstörungen

Sie lassen sich im Wesentlichen unterteilen in Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-/Brechsucht (Bulimie) und Binge-Eating-Störung (regelmäßig auftretende Essanfälle ohne gewichtsregulierende Maßnahmen). Häufig treten Essstörungen als Mischformen auf. Von Magersucht und Bulimie sind insbesondere heranwachsende Mädchen und junge Frauen betroffen (28,9% der Mädchen und 15,2% der Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren). Bei Frauen beträgt die 12 Monats-Prävalenz der Magersucht 1,2%. Die Wahrscheinlichkeit an Magersucht zu versterben, beträgt 5,5%. Sie hat damit die höchste Letalitätsrate unter allen psychiatrischen Erkrankungen. Genetische, neurobiologische, individuell-psychologische und soziokulturelle Einflüsse, sowie Schlankheit als gesellschaftlich vermitteltes Schönheitsideal oder mangelnde innerfamiliäre Abgrenzung tragen zur Krankheitsentstehung bei.

Substanzabhängigkeit/ Abhängigkeitsstörungen

Bei den psychi­schen und Verhaltensstörungen durch psycho­trope Substanzen wird unterschie­den zwischen Alkohol, Opioiden, Cannabinoiden, Kokain, Stimulanzien, Halluzinogenen, flüchtigen Lösungsmitteln (Schnüffelstoffe), Tabak, Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie multiplem Substanzgebrauch und dem Konsum sons­tiger psychotroper Substanzen. Die Abhängigkeit von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und Beruhigungsmitteln ist bei Frauen im mitt­leren Erwachsenenalter am höchsten. Substanzkonsum bei Frauen dient häufig der seelischen Entlastung sowie dem Erhalt der Funktionsfähigkeit, z. B. aufgrund von Belastun­gen in Beruf und Familie.

Suizid 

Von allen Suiziden werden 65 % bis 90 % durch psychische Erkrankungen verursacht, häufig durch Depressionen. 2017 starben in Deutschland 2.251 Frauen durch Suizid (Männer 6.990). Suizidversuche sind bei Frauen, vor allem jün­geren, häufiger als bei Männern. Die Anzahl der vollzogenen Suizide ist bei Männern höher, was u. a. mit der Wahl von gewalttätigeren Suizidmethoden zusammenhängt. Weitere Gründe für die Geschlechterunterschiede werden darin gesehen, dass psychische Erkrankungen bei Frauen eher diagnostiziert werden, sie sich eher Hilfe suchen und ihre Behandlungsbereitschaft stärker ausgeprägt ist.

Fazit

Obwohl eine Zunahme an Krankschreibungen und Frühberentungen in Deutschland aufgrund psychischer Störungen zu verzeichnen ist, kann diese in Studien nicht in Form gestiegener Prävalenzen gezeigt werden. Als mögliche Gründe werden die größere Bedeutung der psychischen Gesundheit in den Arbeits- und Lebenswelten, die gestiegene Aufmerksamkeit, die Enttabuisierung von Depression sowie eine Ver­änderung des Diagnose- und Krankschreibungs­verhaltens von Ärztinnen und Ärzten diskutiert – also eine (verhalten) positive Entwicklung.

Womit kann die psychische Gesundheit gestärkt werden?

Als Ressourcen und Schutzfaktoren für psychische Gesundheit gelten laut Frauengesundheitsbericht des RKI Wohlbefinden am Arbeitsplatz, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen, die Wertschätzung für die geleistete Tätigkeit sowie ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit. Weitere Faktoren sind die Zufriedenheit mit Familien- und weiteren sozialen Beziehungen, soziale Unterstützung, Selbstwirksamkeit (Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können), Kohärenzsinn (positive Grundhaltung gegenüber der Welt und dem eigenen Leben) und Widerstandsfähigkeit (Resilienz).

Quelle:

Robert Koch-Institut (Hrsg) (2020) Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland.
Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis.
RKI, Berlin

Aktion zum Weltfrauentag

Liebe Frauen,

am 8.3. ist WeltFRAUEN*-Tag/ Frauen*Streiktag und somit auch ein wichtiger Tag für uns alle!

Dieser Tag soll eine Möglichkeit bieten, dass Frauen und Mädchen gemeinsam für ihre Rechte streiken. Auch hier in Dresden werden verschiedene Aktionen stattfinden (weitere Infos findet Sie hier).

Wir im Frauengesundheitszentrum wollen uns mit einer Aktion beim Frauen*Streiktag beteiligen und werden Sie hier über weitere Termine zum 8.3. informieren.

Hier nun der Aufruf an Sie:
Uns liegen Ihre Themen am Herzen. Auch zum 8.3. wollen wir Ihren Stimmen ein Sprachrohr verschaffen!

Das Leben hat sich im Lockdown verändert. Es fallen nicht nur Veranstaltungen, wie zum Beispiel auch unsere Kurse für Sie, aus – wir sehen auch Auswirkungen auf das persönliche, alltägliche Leben.  

Uns interessiert:
WIE GEHT ES IHNEN in der gegenwärtigen Situation? In Ihrer Familie, in Ihren Freundschaften, im Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling?

WAS BELASTET SIE, WAS NERVT? WAS BRAUCHEN SIE?

und

WAS WÜRDEN SIE AM 8.3. BESTREIKEN?

WAS oder WEN sollte die Politik besser UNTERSTÜTZEN?

Schreiben Sie uns eine Nachricht, senden Sie uns ein Foto oder eine Videobotschaft zu Ihren Herausforderungen im Lockdown an fgz@medea-dresden.de

Ihre Beiträge möchten wir gern am 8.3. zu unserer Aktion zum Frauen*Streiktag verwenden – natürlich anonymisiert, wenn Sie möchten. Achten Sie dafür bitte darauf, bei einem Foto- oder Videobeitrag ihr Gesicht nur soweit zu zeigen, wie es für Sie vertretbar ist.

Desweiteren freuen wir uns Sie am 8.3. zwischen 14 und 17 Uhr am König*innenufer (Filmnächtegelände) zum gemeinsamen laut sein unter Beachtung der nötigen Schutzmaßnahmen zu begrüßen.

Leiten Sie den Aufruf gern an andere Frauen* weiter!

Wir freuen uns auf IHRE STIMME!

Liebe Grüße von den Mitarbeiterinnen des Frauengesundheitszentrums

Meerrettich – Heilpflanze des Jahres 2021

Nicht umsonst wird die scharfe Wurzel als „Penicillin des Gartens“ bezeichnet. Meerrettich, ein Kreuzblütler, besitzt laut Studienberichten entzündungshemmende, antivirale und antibakterielle Eigenschaften. Die Kombination seiner Inhaltsstoffe aus Senfölen, Vitamin C, Cumarinen, Phenolcarbonsäure u.a. lassen ihn selbst bei multiresistenten Bakterien, gegen die Antibiotika zunehmend machtlos sind, seine Wirkung entfalten.

Die Universität Gießen konnte nachweisen, dass Meerrettich in menschlichen Lungenzellkulturen das Wachstum des Grippevirus H1N1 fast vollständig hemmt.

Untersuchungen an der Universität Freiburg belegten, dass Meerrettich Substanzen enthält, die durch ihre antiadhäsive Wirkung das Anheften von Bakterien an die Blasenschleimhaut verhindern. So wird er inzwischen in der für Ärzte wichtigen Behandlungsleitlinie als phytotherapeutische Option bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen aufgeführt.

Das Arzneimittel „Angocin N“ beispielsweise, enthält Meerrettich kombiniert mit der Kapuzinerkresse. Empfohlen wird es bei akuten Entzündungen der Bronchien und Nasennebenhöhlen sowie bei Entzündungen der Blase.

Mit der häufigen Verwendung in der Küche, möglichst frisch gerieben an Salate, in Saucen oder aufs Brot, unterstützen Sie nachhaltig Ihr Immunsystem.

Äußerlich angewendet lindert er Schmerzen im Bewegungsapparat und vertreibt den Muskelkater nach körperlicher Anstrengung. Dafür etwas Meerrettich raspeln, in ein Tuch geben und 5 bis 10 min auf die schmerzende Stelle auflegen. Hinterher die Stelle gut mit Wasser abspülen.

Bild von Alicja auf Pixabay

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Situation von Frauen – ein Überblick

Obwohl sicher fast jede*r von erheblichen Auswirkungen der Pandemie auf das tägliche Leben berichten kann, wird immer deutlicher, dass nicht alle Menschen gleichermaßen von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind. Recherchen zu diesem Thema zeigen schnell, dass gerade Frauen die Belastungen in besonderem Maße zu spüren bekommen – in fast allen Lebensbereichen.

Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung arbeiten deutlich mehr Frauen in sogenannten systemrelevanten Berufen wie der Pflege. Diese sind zwar offensichtlich unverzichtbar für die Grundversorgung der Bevölkerung, paradoxerweise herrschen aber gerade hier häufig sehr schlechte Arbeitsbedingungen in Form von hoher Arbeitsbelastung bei Personalmangel, hohem Ansteckungsrisiko und schlechter Bezahlung.1 Doch auch Frauen, die nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten, haben momentan häufig das Nachsehen. So sind von den Lockdown-bedingten Schließungen vor allem Branchen betroffen, in denen vermehrt Frauen ihren Lebensunterhalt verdienen, wie z. B. Gastronomie oder Tourismus. Frauen laufen somit insgesamt eher Gefahr durch die Krise in eine prekäre finanzielle Lage zu geraten. Dies verschärft sich insbesondere, wenn sie bereits vor der Pandemie durch z.B. niedriges Bildungsniveau und/ oder alleinerziehende Mutterschaft einen geringen sozio-ökonomischen Status aufwiesen.2

Für Alleinerziehende stellt sich die Situation durch den Wegfall von Kinderbetreuung in Schulen und Kitas noch herausfordernder dar als vor der Pandemie. In einer Erwerbstätigenbefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung geben 52 % der Alleinerziehenden mit Kindern unter 14 Jahren an „äußerst belastet“ oder „stark belastet“ durch die Auswirkungen der Krise zu sein.3 Zusätzlich alarmierend ist dabei der Fakt, dass 90 Prozent der 692.000 erwerbstätigen Alleinerziehenden mit Kindern unter 13 Jahren Frauen sind.4 Aber auch Mütter in heterosexuellen Paarbeziehungen sind meist stärker gefordert als die Väter. Die eben erwähnte Befragung des WSI kommt zu dem Schluss, „dass auch in der Krise der ganz überwiegende Teil der anfallenden Betreuungsarbeit von Frauen übernommen wird.“ 54 Prozent der befragten Frauen berichten den überwiegenden Teil der anfallenden Kinderbetreuung abzudecken. Dem gegenüber stehen gerade mal 12 Prozent der Männer, die diese Aufgabe schultern.

Selbst Paare, die angaben sich die Kinderbetreuung vor der Pandemie gerecht aufgeteilt zu haben, konnten dies nur noch in 60 Prozent der Fälle beibehalten. Bei Paaren mit einem Gesamteinkommen von weniger als 2000 Euro war es sogar nur 48 Prozent möglich. Grund dafür scheint der meist höhere Verdienst der Männer zu sein.5 Denn um die wirtschaftlichen Einbußen so gering wie möglich zu halten, reduziert nachvollziehbarerweise meist das Elternteil mit dem niedrigeren Einkommen die Arbeitszeit. Je prekärer die finanzielle Situation desto weniger Spielraum bleibt bei dieser Entscheidung. Langfristig bedeutet diese Entwicklung unter Umständen massive Einschnitte in das Erwerbs- und Renteneinkommen von Frauen, da durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise die Wiederaufnahme der ursprünglichen Arbeitszeit wahrscheinlich häufig nicht ohne weiteres möglich sein wird. Hier zeigt sich deutlich der Zusammenhang zwischen Gender Care Gap und Gender Pay Gap sowie der bereits viele Male angeprangerte strukturelle Charakter dieser Problematik.

Die allgemein angespannte Situation bringt außerdem vermehrt psychische Belastungen mit sich. Dies zeichnet sich deutlich in der Beratungsarbeit mit den Klientinnen ab. Ein generell empfundener Kontrollverlust, Einsamkeit, Existenzängste, aber auch erschwerte Zugänge zu Arztterminen oder Schwangerschaftsberatungen, steigende Preise oder die Sorge um gesundheitlich besonders gefährdete Angehörige führen nicht selten zu depressiven Verstimmungen und Angstzuständen.
Das Jonglieren zwischen Erwerbs- und Care-Arbeit, mitunter enge Wohnverhältnisse und Existenzängste steigern auch die Rate häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder. Die Möglichkeiten Gewaltsituationen im häuslichen Umfeld zu entgehen werden durch die Corona bedingten Einschränkungen zusätzlich begrenzt. Selbst Hilfetelefone und Frauenschutzhäuser können schlechter in Anspruch genommen werden, da die gewalttätigen Partner die Wohnung deutlich seltener verlassen und die betroffenen Frauen deshalb schwieriger unbemerkt Kontakt nach Außen aufnehmen können. Das verschärft die Lage der Betroffenen enorm.6

Insgesamt scheint die Krise sowohl im wirtschaftlichen, wie auch sozialen und gesundheitlichen Bereich wie ein Brennglas alle bereits vorhandenen Ungleichheiten und Schieflagen zu befeuern. Insofern kann und darf die Hoffnung nicht sein zum „Normalzustand“ zurückzukehren. Mädchen und Frauen ist nur dann langfristig geholfen, wenn sowohl ihr Schutz als auch ihre generelle Gleichstellung in allen Lebensbereichen zur klaren und selbstverständlichen Agenda der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger*innen werden.

1 Koebe, J., Samtleben, C., Schrenker, A., Zucco, A. (2020): Entlohnung unverzichtbarer Berufe in der Corona-Krise unterdurchschnittlich. DIW aktuell 48, 9 S.

2 https://www.lpb-bw.de/gesellschaft-und-corona#c60709

3 https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=8906

4 https://www.gender.de/cms-gender/wp-content/uploads/gender_corona.pdf

5 Schrenker, A., Zucco, A. (2020): Gender Pay Gap steigt ab dem Alter von 30 Jahren stark an. DIW Wochenbericht 10, S. 137-145.

6https://www.paritaet-bw.de/presseportal/pressemitteilungen/frauenhaeuser-bieten-schutz-auch-zeiten-der-corona-pandemie

Photo by Evgeni Tcherkasski on Unsplash

Seriöse Gesundheitsinformationen

Der Begriff „Gesundheit“ ist sehr individuell geprägt, genau wie die Bestrebungen, die eigene Gesundheit zu erhalten, zu verbessern, nicht zu gefährden. So unterschiedlich die persönlichen Vorstellungen ausfallen, so verschieden gestalten sich auch die Möglichkeiten Informationen zum Thema Gesundheit zu beziehen. Leider fällt es oft schwer die Qualität der unterschiedlichen Angebote einzuschätzen, wodurch sie uns nicht selten eher irritieren, anstatt uns weiterzuhelfen oder uns schlimmstenfalls sogar zu falschem Handeln oder Nichthandeln animieren.

Spätestens dann stellt sich die Frage: „Wie kann ich seriöse Informationen von unseriösen unterscheiden?“

Der gesunde Menschenverstand und das Bauchgefühl sollten bei diesbezüglichen Entscheidungsfindungen nicht übergangen werden. Und natürlich gilt auch hier die Regel, dass nicht alles für alle gleich gut oder schlecht ist, jeder Mensch ein ganz spezielles Wesen ist und einen eigenen Lebensweg hat. Dennoch gibt es ein paar nützliche Hinweise, die Beachtung finden sollten:

Schauen Sie auf die Auftraggeber angeführter Studien. Sind sie leicht ausfindig zu machen? Haben die Auftraggeber ein Interesse am Ergebnis einer Studie oder sind sie tatsächlich unabhängig? Sind etwaige Interessenkonflikte offen dargelegt oder wird probiert sie zu verheimlichen?

Liegen gleiche oder ähnliche Ergebnisse/ Informationen aus verschiedenen Quellen vor oder gibt es nur eine einzige Studie oder Quelle, die zu einem bestimmten Ergebnis gekommen ist?

Sind die versprochenen Effekte „zu schön um wahr zu sein“?

Vorsicht ist geboten bei der Angabe: „Geld-zurück-Garantie bei Nichterfolg“ oder bei der Ankündigung, dass ein und dasselbe Produkt bzw. ein und derselbe Wirkstoff fast alle Beschwerden lindere oder sogar heilen könne.

Wissenschaftlich fundierte Informationen erhalten Sie z.B. unter folgenden Adressen:

https://www.gesundheitsinformation.de

https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/endometriose

https://www.tk.de/resource/blob/2062858/9cba0213cf739f561cd9923ffccc8cf7/modul-4—teilnehmerunterlagen—gesundheitsinformationen-bewerten-data.pdf

https://www.embryotox.de

Coronavirus – Tipps für die seelische Gesundheit

Die nun wieder auf uns zukommenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind eine Ausnahmesituation, welche belastend für die Psyche sein kann. Hinzu kommen Ängste rund um das Virus.
In den folgenden Links finden Sie Informationen sowie praktische Verhaltenstipps und mentale Strategien, die dabei helfen können, die Situation zu meistern.

Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch ist anders, jede*r sollte sich die Empfehlungen übernehmen, die für sie oder ihn am besten passen.
Stand: 10.12.2020

COVID-19: Wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen

Coronavirus: Tipps für die seelische Gesundheit

Corona – Psychologische Hilfen der Stadt Dresden

Natürliches „Antibiotikum“ selbst herstellen

Herkömmliche Antibiotika bekämpfen größtenteils ausschließlich Bakterien. Der Vorteil des vorliegenden natürlichen „Antibiotikums“ liegt darin, nicht nur Bakterien zu bekämpfen (möglich als Sekundärinfektion bei ursprünglich virusbedingten Erkrankungen), sondern auch gegen Viren wirksam zu sein. Zusätzlich wird das Immunsystem gestärkt und die Darmflora geschützt.
Durch die Kombination seiner Zutaten und die dadurch entstehenden Synergieeffekte wirkt es gegen verschiedene Bakterienarten, Parasiten und Pilze (z. B. Candida). Zusätzlich verbessert es die Blutzirkulation und den Lymphfluss.
Es handelt sich um eine traditionelle und bewährte Rezeptur. Wenn Sie die eine oder andere Zutat weglassen oder austauschen möchten, verändern Sie diese und möglicherweise auch die Wirkung. 

Im Falle von Unverträglichkeiten oder Allergien auf einen der Bestandteile, sollten Sie  selbstverständlich entsprechend verändern.

Herstellung
Zubereitungszeit: ca. 15-20 Minuten, Ziehzeit: 2 Wochen
Zutaten für ca. 0,7 Liter:
700 ml Apfelessig (Bio und naturtrüb)
25 g Knoblauch – schälen und reiben
70 g Zwiebeln – schälen und fein würfeln
17 g frische Pepperoni/Chili (ca. 2 Stück) – und zwar die schärfsten, die Sie finden können – kleingeschnitten
25 g frischer Ingwer – waschen und fein reiben
15 g frischer Meerrettich – schälen und fein reiben
27 g frische Kurkumawurzeln – waschen und fein reiben
¼ TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle2 EL Blütenhonig

Die Zubereitung
1. Alle Zutaten – bis auf den Apfelessig – in eine Schüssel geben und gründlich vermischen
2. Füllen Sie die Mischung in ein Einmachglas.
3. Gießen Sie den Apfelessig dazu, sodass der Inhalt gut bedeckt ist. Schließen Sie das Glas und schütteln Sie es kräftig.
4. Stellen Sie das Glas anschließend zwei Wochen lang an einen kühlen und trockenen Platz. Schütteln Sie es während dieser Zeit mehrmals täglich. Die Wirkstoffe aus Knoblauch, Chili etc. gehen auf diese Weise in den Essig über.
5. Nach zwei Wochen gießen Sie den Essig in eine Flasche ab. Um so viel Flüssigkeit wie möglich zu gewinnen, pressen Sie den Mix im Glas so stark es geht zusammen, z. B. mit einem Löffel oder einem Stampfer. Sie können den Mix auch in ein sauberes Baumwolltuch geben und dieses gut ausdrücken.
6. Den Mix können Sie ab sofort in sehr kleinen Mengen als Gewürz zum Kochen verwenden. Die Flüssigkeit hingegen ist Ihr neues, selbst gemachtes natürliches Antibiotikum.

Aufbewahrung
Wir empfehlen, das natürliche Antibiotikum sicherheitshalber in den Kühlschrank zu stellen. Die Haltbarkeit lässt sich dennoch leider nicht konkretisieren, da es sehr auf die Umstände der Zubereitung ankommt, wie hygienisch gearbeitet wurde, bzw. welche Mikroorganismen sich ansiedelten.
So lange die Mischung frisch und würzig riecht und schmeckt, kann man es erfahrungsgemäß drei Monate und länger anwenden. Bei geschmacklichen oder optischen Veränderungen sollte es nicht mehr genommen werden.

Anwendung
Achtung: Die Mischung ist sehr stark und scharf! Wenn Sie generell scharfe Speisen und Gewürze nicht vertragen, sollten Sie das natürliche Antibiotikum erst in sehr kleinen Mengen auf Verträglichkeit testen.
– Je nach Verträglichkeit vor, zu oder nach den Mahlzeiten. Die Wirkung ist auf leeren Magen stärker, doch verträgt dies nicht jeder.
– Wenn Sie das natürliche Antibiotikum pur nehmen, können Sie nach der Einnahme eine Scheibe Orange oder Zitrone in den Mund nehmen, um die Schärfe im Mund zu lindern.
– Täglich 1 EL des Extraktes stärkt Ihr Immunsystem. Geben Sie diese Dosis in ein Glas Wasser (150 ml). Manche Menschen können das natürliche Antibiotikum auch pur nehmen,
was die Wirkung erhöht, vor allem bei Infektionen im Rachenraum. Erhöhen Sie die Dosis langsam, bis Sie die Menge eines kleinen Likörglases erreichen.
– Wenn Sie gerade gegen eine ernsthaftere Krankheit oder Infektion kämpfen, nehmen Sie 1 EL der Antibiotika-Mischung fünf- bis sechsmal pro Tag (wiederum mit Wasser verdünnt)
– Als Kur (zur Prävention oder bei Krankheit) könnte man das Mittel beispielsweise 14 Tage lang nehmen, dann eine vierwöchige Pause einlegen und es erneut 14 Tage lang nehmen.
– Sie können mit der verdünnten Mischung auch gurgeln.
– Die natürliche Antibiotika-Mixtur kann natürlich auch in der Küche als Würze für Suppen und Eintöpfe verwendet werden. Gemixt mit Olivenöl entsteht ein hervorragendes, sehr gesundes Dressing.

Wichtige Hinweise zur Anwendung
– Besprechen Sie in Gegenwart von bestehenden Krankheiten oder auch wenn Sie bereits andere Medikamente nehmen, die Anwendung des natürlichen Antibiotikums mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.
– Setzen Sie keinesfalls vom Arzt verordnete Medikamente ab, um stattdessen das natürliche Antibiotikum zu nehmen! Nehmen Sie es in diesem Fall lieber zusätzlich – nach Absprache mit Ihrem Arzt.
– Kinder (bzw. deren Eltern) und Schwangere sollten die Einnahme mit dem jeweiligen Arzt besprechen.
– Stillende Mütter sollten bedenken, dass das starke Aroma des natürlichen Antibiotikums in die Muttermilch übergehen könnte, was dem Säugling nicht unbedingt behagen muss. Wir empfehlen vor der Anwendung in der Stillzeit, sich mit der Hebamme oder der Frauenärztin zu beraten

Starkes Immunsystem in Zeiten von Coronavirus

Gemüse

Es verhält sich immer gleich: Grassiert ein Virus, erkranken einige Menschen und andere nicht, manche nur leicht, einige sehr selten. Warum erwischt es die einen und die anderen bleiben verschont? Weil bei Letzteren die körpereigene Abwehr, ihr Immunsystem, stabil ist. 
Daher jetzt einige Empfehlungen, wie Sie Ihr Immunsystem stärken!

  1. Ernähren Sie sich gesund!
    Essen Sie Lebensmittel mit viel Betacarotin wie Karotten, Kürbis, Süsskartoffeln, Kräuter (Petersilie, Dill etc.), Grünkohl, Spinat und andere grüne Blattgemüsearten. Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt welches bestimmte Abwehrzellen, die sog. Killerzellen, mobilisiert. 
verschiedenes Obst und Gemüse
  1. Achten Sie auf ausreichende Vitamin-C-Versorgung
    Vitamin C kann grippale Infekte verkürzen, das Risiko für Lungenentzündungen reduzieren und sogar die Vermehrung von Viren hemmen. Der Verdacht liegt daher nahe, dass Vitamin C auch vor dem neuen Coronavirus schützen kann. Dabei kann Vitamin C aus natürlichen Quellen (Acerolakirsche, Sanddornbeeren, Hagebutten, Zitronen, viele Obst-und Gemüsesorten,..) vom Körper besser aufgenommen werden industriell hergestellte.
Zitrusfrüchte
  1. Sorgen Sie für einen gesunden Vitamin-D-Spiegel
    Ihr Erkrankungsrisiko steigt, wenn Sie einen Vitamin-D-Mangel haben! Vitamin-D-Lieferanten sind viele Fischarten, einige Pilzsorten, Eigelb, Milchprodukte,… Essentiell für die Vitamin D Versorgung ist außerdem Sonnenlicht.
Mädchen im Gegenlicht

Lesetipp: Artikel der Deutschen Welle zur Stärkung des Immunsystems durch Vitamine
https://www.dw.com/de/mit-vitaminen-gegen-covid-19/a-53276966

Veranstaltungshinweise

Die diesjährigen bundesweiten Herzwochen finden vom 1. bis 30.11. statt. Sie stehen unter dem Motto „Das schwache Herz“ und nehmen die Volkskrankheit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) in den Fokus. Aktuelle Informationen und Hinweise zu Veranstaltungen der Deutschen Herzstiftung finden Sie unter: www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/herztermine-und-veranstaltungen/herzwochen

Am 17.11.20 veranstalten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die vierte Bundeskonferenz Frauengesundheit als Livestream. Sie widmet sich dem Thema „Herz-Kreislauf-Gesundheit bei Frauen: Neue Aspekte und aktuelle Herausforderungen“ und wird organisatorisch von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. begleitet. Die Anmeldung ist bis zum 09.11.20 möglich unter:
www.frauengesundheitsportal.de/konferenzen/bundeskonferenz-frauengesundheit-2020/anmeldung-zum-livestream/

Zum Internationalen Tag NEIN! zu Gewalt an Frauen am 25.11.20 hat sich TERRES DES FEMMES eine besondere Aktion überlegt. Passend zum Jahresthema #meinherzgehörtmir will der Verein auf das Thema Zwangs- und Frühverheiratung aufmerksam machen und den Forderungen zum Schutz von Mädchen und Frauen in Deutschland Nachdruck verleihen. Im Rahmen der Fahnenaktion „Frei leben ohne Gewalt“ wurde eine Luftballon-Aktion ins Leben gerufen, bei der Sie ihre Wünsche für Betroffene und deren selbstbestimmtes (Liebes-) Leben öffentlichkeitswirksam steigen lassen können. Weitere Infos zur Aktion und Teilnahme finden Sie auf der Vereinsseite unter www.frauenrechte.de