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Kreativ-Abend im FMGZ MEDEA e.V.

Am 30.9. von 18.30 bis 20 Uhr findet der erste Kreativ-Abend im FMGZ MEDEA e.V. statt. Wir treffen uns auf der Dürerstraße 99 in Dresden/Johannstadt.

Ihr könnt bei uns

  • Perlenarmbänder gestalten,
  • eure Lieblingsmotive ausmalen,
  • etwas Eigenes zum kreativ sein mitbringen,
  • mit anderen Frauen* ins Gespräch kommen.

Das Angebot ist kostenlos.

Ihr könnt spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen und Freundinnen* mitbringen.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend mit euch!

Hier geht`s zum Flyer.

Info-Nachmittag: Getrennte Wege – Gemeinsame Kinder

Was sollte bei einer Trennung miteinander vereinbart werden? Wie bleibt man mit dem/der ehemaligen Partner*in im Gespräch? Wie findet man gemeinsame Lösungen für den Familienalltag?

Das Projekt MARA ist vor Ort, um die Lebensituation von Frauen*, die über Trennung nachdenken, sich in Trennung befinden oder sich getrennt haben und daraus resultierende Herausforderungen aus weiblich gelesener Perspektive zu thematisieren.

Beratung bei Problemen – Raum für Fragen – Dampf ablassen – Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten

Hier geht es direkt zum Angebot: https://www.vsp-dresden.org/familie-freizeit/fabi/angebote/bildungsveranstaltungen/termine.html

Wann: Mittwoch, 30.09.2026 von 16 bis 18 Uhr
Wo: im fabi am Jacob-Winter-Platz 2, 01239 Dresden

Anmeldung bitter per Mail unter beratungsstelle@vsp-dresden.org oder telefonisch unter 0351 / 79 990 700

Für Kinderbetreuung ist gesorgt, bitte vorher angeben.

In Kooperation mit der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien vom VSP e.V., dem ASD Prohlis, dem Frauen- und Mädchengesundheitszentrum MEDEA e.V. und Papaseiten.de

Offene Frauen*gruppe

Herzlich willkommen zu unserem neuen Angebot. Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat von 10:00 bis 11:30 Uhr im FMGZ MEDEA e.V. auf der Dürerstraße 99 in Dresden Johannstadt. Eingeladen sind alle Frauen*, die sich über ihren Alltags austauschen möchten und Kontakt zu anderen Frauen* suchen. Weitere Infos findest du hier.

Nächste Termine: 7.10. | 04.11. | 02.12.

Bei Fragen melde dich unter fgz@medea-dresden.de oder telefonisch unter 0351 – 84 95 67 9

Wir freuen uns auf dich!

Betriebliche Frauen*gesundheitsförderung

Die Gesundheit von Frauen* wird sowohl durch biologische Faktoren als auch durch gesellschaftlich- lebensweltliche Strukturen beeinflusst. Unterschiedliche Belastungen, etwa die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit, geringere Bezahlung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, führen häufig zu physischen und psychischen Herausforderungen. Gerade im Berufsleben sind Frauen* daher anderen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt als Männer. Betriebsärzt*innen können hier eine Schlüsselrolle übernehmen, indem sie Unternehmen beraten und gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung vorschlagen.

Es braucht eine betriebliche Gesundheitsförderung, die den spezifischen Bedürfnissen von Frauen* Rechnung trägt und die insbesondere frauenspezifische Gesundheitsanforderungen berücksichtigt, etwa durch ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Programme wie Rückenschule oder Beckenbodentraining. Auch Ernährungsberatung kann eine wertvolle Unterstützung bieten, insbesondere in Hinblick auf hormonelle Schwankungen und deren Einfluss auf das Wohlbefinden.

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt benötigen Frauen* besondere Unterstützung, um gesundheitliche Risiken zu minimieren und einen reibungslosen Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Flexible Arbeitszeiten, ergonomische Anpassungen und gezielte Aufklärungsangebote über Mutterschutz und Elternzeit sind essenzielle Maßnahmen. Gleichzeitig ist es wichtig, Männer stärker in die Care-Arbeit einzubeziehen, um eine faire Verteilung von beruflichen und familiären Verpflichtungen zu erreichen.

Neben physischen Aspekten muss auch die psychische Gesundheit von Frauen* stärker in den Fokus rücken. Die Doppelbelastung durch Familie und Beruf, die Pflege von Angehörigen, Belastungen durch das Alleinerziehen oder Diskriminierungserfahrungen erhöhen das Risiko für psychische Erkrankungen. Unternehmen sollten daher Stressbewältigungsprogramme, Resilienztrainings und psychologische Beratungsangebote bereitstellen. Eine Unternehmenskultur, die Diskriminierung und Mobbing aktiv bekämpft, trägt maßgeblich zur mentalen Gesundheit bei. Auch der Schutz vor sexueller Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz ist ein zentraler Bestandteil einer gesunden Arbeitsumgebung. Unternehmen müssen klare Schutzmechanismen etablieren, vertrauliche Anlaufstellen für Betroffene schaffen und durch gezielte Schulungen ein Bewusstsein für diese Problematik fördern. Psychosoziale Unterstützung für Betroffene kann helfen, langfristige Folgen zu minimieren.

Ein weiterer relevanter Bereich ist die Menstruationsgesundheit sowie der Umgang mit Wechseljahresbeschwerden. Viele Frauen* erleben zyklusbedingte beziehungsweise Wechseljahresbeschwerden, die ihre Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Eine offene Unternehmenskultur, die diese Themen nicht tabuisiert, flexible Arbeitszeiten ermöglicht und kostenfreie Menstruationsprodukte bereitstellt, kann wesentlich zur Entlastung beitragen.

Bestimmte Erkrankungen betreffen ausschließlich Frauen*, andere betreffen Frauen* deutlich häufiger oder verlaufen anders als bei Männern. Zu frauen*spezifischen Erkrankungen zählen unter anderem Endometriose, Myome, Brust- und Gebärmutterhalskrebs. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose. Präventive Maßnahmen und Aufklärung über frauen*spezifische Gesundheitsrisiken sind daher essenziell, um eine frühzeitige Erkennung und Behandlung zu ermöglichen.

Neben diesen gezielten Maßnahmen sind strukturelle Veränderungen erforderlich, um eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen* im Berufsleben zu erreichen. Transparente und gerechte Gehaltsstrukturen, die Förderung von Frauen* in Führungspositionen und flexible Arbeitsmodelle können langfristig Entlastung zu schaffen. Eine erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung muss daher stets im gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen.

Ein gesundes Arbeitsumfeld für Frauen* bedeutet nicht nur einen Zugewinn für die betroffenen Mitarbeiter*innen, sondern auch für Unternehmen selbst. Die Reduktion von krankheitsbedingten Ausfällen, eine gesteigerte Produktivität und eine höhere Arbeitgeberattraktivität sind direkte positive Effekte. Betriebsärzt*innen können eine entscheidende Rolle dabei spielen, Unternehmen bei der Umsetzung dieser Maßnahmen zu unterstützen und damit langfristig zu einer gerechteren und gesundheitsbewussteren Arbeitswelt beizutragen.

Kategorie FGZ

Themennachmittag: Gemeinsam allein? Über Care-Arbeit, Beziehungen und Einsamkeit | 25.06. von 14-16 Uhr

KI-generierte Illustration: Fünf Personen, drei erwachsene Personen und zwei Kinder, sitzen gemeinsam an einem Esstisch und führen ein Gespräch in häuslicher Atmosphäre. Symbolbild für Care-Arbeit, Beziehungen und Einsamkeit trotz Gemeinschaft

Menschen, die sich um andere kümmern, fühlen sich oft gleichzeitig verbunden und trotzdem manchmal allein. Gemeinsam sprechen wir über Erfahrungen im Alltag, Herausforderungen, Unterstützung und darüber, was gegen Einsamkeit helfen kann.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ statt.

Veranstaltungsort
Frauen* – und Mädchen*gesundheitszentrum MEDEA e.V., Dürerstraße 99, 01307 Dresden

Anmeldung
Per E-Mail an fgz@medea-dresden.de  oder telefonisch unter 0351 – 84 95 67 9 (begrenzte Plätze)

Das Angebot ist kostenlos. Du kannst unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen

Mehr Infos findest du hier.

Entspannung für Frauen*

Icon einer weiblich gelesenen Person im Schneidersitz mit geöffneten Armen. Das FMGZ MEDEA e.V. Logo befindet sich auf Bauchhöhe

Termin: 2. Juni 2026, 15 bis 16 Uhr

Ort: FMGZ MEDEA e.V., Dürerstraße 99, 01307 Dresden

Das erwartet dich:

  • sanfte Yogaübungen
  • bewusste Atmung
  • kleine Entspannungseinheiten
  • Ruhe und Zeit für dich

Für unser Entspannungsangebot für Frauen* brauchst du keine Vorkenntnisse oder Voraussetzungen. Alle Übungen werden an deine Bedürfnisse angepasst. Komm einfach, wie du bist.

Wir empfehlen bequeme Kleidung. Alles andere ist vor Ort vorhanden.

Das Angebot ist kostenlos.
Anmeldung: fgz@medea-dresden.de
Die Plätze sind begrenzt.

Periodenarmut: Warum Menstruationsprodukte kein Luxus sein sollten

Periodenarmut bezeichnet die finanzielle Belastung, die Menstruierende durch den Kauf von Hygieneprodukten erfahren. Der Begriff stammt aus dem Englischen („period poverty“) und beschreibt nicht das Ausbleiben der Periode, sondern den eingeschränkten oder gar fehlenden Zugang zu notwendigen Menstruationsprodukten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten.
Die monatlichen Kosten für Menstruationsprodukte variieren stark und liegen je nach Bedarf zwischen fünf und 35 Euro. Obwohl in Deutschland die Mehrwertsteuer für diese Produkte im Jahr 2020 von 19 % auf 7 % gesenkt wurde, bleiben die Kosten für viele Menschen eine erhebliche Belastung. Im Laufe eines Lebens summieren sich diese Ausgaben erheblich. Berechnungen zufolge gibt eine menstruierende Person während ihrer gesamten Zyklusdauer – also über durchschnittlich 38 Jahre hinweg – zwischen 7.000 und 16.000 Euro für Menstruationsprodukte aus. Studien zeigen, dass etwa jede vierte menstruierende Person in Deutschland Probleme hat, sich ausreichend mit Hygieneartikeln zu versorgen. Besonders betroffen sind junge Menschen. Um Geld zu sparen, reduzieren einige Betroffene bewusst den Verbrauch von Tampons oder Binden, zögern den Wechsel hinaus oder nutzen günstigere Alternativen. Dies kann jedoch ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, wie ein erhöhtes Infektionsrisiko oder das seltene, aber gefährliche toxische Schocksyndrom.
Viele Betroffene würden sich eine kostenfreie Bereitstellung von Menstruationsprodukten in öffentlichen Einrichtungen wünschen. In einigen Ländern, darunter Schottland und Neuseeland, gibt es bereits Programme, die kostenlose Hygieneartikel in Schulen und öffentlichen Einrichtungen bereitstellen. Auch in Deutschland gibt es Initiativen, die sich für eine bessere Versorgung einsetzen, doch bisher fehlt eine flächendeckende Umsetzung. Besonders Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten sowie Obdachlosenheime und Jugendzentren könnten von einer kostenlosen Bereitstellung profitieren. Nachhaltige Alternativen wie Menstruationstassen oder Periodenunterwäsche stellen zudem oft eine hohe einmalige Investition dar, die für von Armut betroffene Personen schwer zu stemmen ist.
Wer bereits Schwierigkeiten hat, das Nötigste wie Lebensmittel zu finanzieren, steht vor der Herausforderung, Hygieneprodukte zu beschaffen, die oft als Luxusgüter betrachtet werden, obwohl sie genauso essenziell sind wie Toilettenpapier. Verschiedene Organisationen und Aktivist*innen setzen sich deshalb für die flächendeckende Bereitstellung von kostenlosen Hygieneprodukten in Schulen, Universitäten und sozialen Einrichtungen ein.
Periodenarmut bleibt eine oft unterschätzte Herausforderung, die nicht nur finanzielle, sondern auch gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen hat. Eine verstärkte Sensibilisierung und politische Maßnahmen könnten dazu beitragen, dass alle Menstruierenden einen sicheren und diskriminierungsfreien Zugang zu notwendigen Hygieneprodukten erhalten.

Kategorie FGZ

Selbstakzeptanz jenseits gesellschaftlicher Normen

Die Art und Weise, wie Menschen ihren eigenen Körper wahrnehmen, wird stark von gesellschaftlichen Idealen und medialen Darstellungen beeinflusst. Besonders Frauen* sind mit unrealistischen Schönheitsstandards konfrontiert, die zu Selbstzweifeln und Körperunzufriedenheit führen können und die Entstehung psychischen Erkrankungen fördern können. Bewegungen wie Body Positivity und Body Neutrality setzen hier an, indem sie alternative Perspektiven auf Körperbilder fördern und sich gegen diskriminierende Normen stellen.

Ursachen und Einflussfaktoren

Die Erwartung, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen, beeinflusst Mädchen* und junge Frauen* bereits früh in ihrem Leben und wird durch Werbung, soziale Medien und gesellschaftliche Konventionen verstärkt. Besonders problematisch sind das Retuschieren von Bildern, Diätkultur und die Verherrlichung bestimmter Körpertypen, die den Druck erhöhen, sich einem unerreichbaren Ideal anzupassen. Hinzu kommt, dass Schönheitsnormen stark mit Diskriminierung verwoben sind. Menschen mit nicht idealtypischen Körperformen, Behinderungen oder bestimmten ethnischen Merkmalen erleben häufiger soziale Ausgrenzung oder Benachteiligung. Dies kann das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen und langfristig zu psychischen Belastungen wie Essstörungen, Angststörungen oder Depressionen führen.

Zahlen und aktuelle Entwicklungen

Studien zeigen, dass eine Mehrheit der Frauen* unzufrieden ist mit ihrem Körper. Essstörungen sind bei Frauen* etwa zehnmal häufiger als bei Männern, wobei besonders junge Mädchen* gefährdet sind. Gleichzeitig wächst jedoch das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen solcher Schönheitsnormen und Bewegungen wie Body Positivity und Body Neutrality gewinnen an Bedeutung.

Was bedeutet „Body Positivity“ und „Body Neutrality“?

Body Positivity fordert, dass alle Körperformen als schön und wertvoll betrachtet werden. Es geht darum, gesellschaftliche Normen infrage zu stellen und ein positives Verhältnis zum eigenen Körper zu entwickeln. Dabei wird oft betont, dass Schönheit vielfältig ist und sich nicht an ein enges Ideal anpassen muss.

Body Neutrality geht noch einen Schritt weiter: Anstatt sich darauf zu konzentrieren, den eigenen Körper schön zu finden, wird der Fokus darauf gelegt, den Körper für das wertzuschätzen, was er leistet, unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild. Diese Perspektive kann besonders hilfreich sein für Menschen, die Schwierigkeiten mit der positiven Selbstwahrnehmung haben, aber dennoch einen gesunden Umgang mit ihrem Körper entwickeln möchten.

Lösungsansätze: Wie kann die Akzeptanz des eigenen Körpers gefördert werden?

Ein wichtiger Schritt ist, sich von unrealistischen Schönheitsidealen zu lösen und bewusst Inhalte zu konsumieren, die vielfältige Körperbilder repräsentieren. Geht es um soziale Medien, kann das Folgen von Accounts, die Diversität zeigen, das Selbstbild stärken. Auf struktureller Ebene braucht es eine Veränderung in der Mode- und Werbebranche, um realistischere Darstellungen von Körpern zu normalisieren. Bildungsprogramme in Schulen und Unternehmen können dazu beitragen, ein gesünderes Selbstbild zu fördern und den Druck durch äußere Erwartungen zu reduzieren.

Langfristig geht es darum, Selbstakzeptanz zu fördern und den eigenen Wert nicht von Äußerlichkeiten abhängig zu machen. Es ist an der Zeit, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrem Erscheinungsbild, in ihrer Haut wohlfühlen dürfen.

Kategorie FGZ

Bundesweite Aktionswoche Neuregelung des § 218 StGB: 21.-28.September 2024

Am 15. Mai 1871 wurden die Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Reichsstrafgesetzbuch verabschiedet und noch heute gelten Schwangerschaftsabbrüche laut § 218 Strafgesetzbuch als Straftat. 150 Jahre Kriminalisierung haben ein gesellschaftliches Tabu geschaffen, welches die Betroffenen entmündigt und ihnen eine selbstbestimmte Entscheidung verweigert. In der bundesweiten Aktionswoche fordern wir seine Streichung.

In diesesm Jahr ist die jährlich stattfindende Aktionswoche besonders wichtig. Denn es tut sich endlich etwas in Sachen § 218: Die Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz der Länder spricht sich fast einstimmig dafür aus, Schwangerschaftsabbrüche zu entkriminalisieren. Der Entschließungsantrag auf der gemeinsamen Tagung mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus wurde von Sachsen eingebracht – die einzige Gegenstimme kam aus Bayern.

Auch die aktuelle Bundesregierung hat vor einem Jahr eine Kommission für dieses Thema eingesetzt. Diese Kommission stellt nun der Regierung ihren Bericht vor. Ihre Einschätzung: die „grundsätzliche Rechtswidrigkeit des Schwangerschaftsabbruchs in der Frühphase der Schwangerschaft ist nicht haltbar.“ Die aktuellen Regelungen im Strafgesetzbuch hielten einer „verfassungsrechtlichen, völkerrechtlichen und europarechtlichen Prüfung“ nicht Stand. Die Kommission empfiehlt das Abtreibungsrecht deutlich zu liberalisieren. Schwangerschaftsabbrüche bis zur zwölften Woche sollen erlaubt und nicht mehr im Strafrecht geregelt werden. Ob es so weit kommt, muss nun die Koalition entscheiden. Zumindest kurzfristig ist eine Gesetzesänderung eher unwahrscheinlich. Aber mit der bundesweiten Aktionswoche vom 21. – 28. September soll auf die immer schlechter werdende medizinische Versorgung von ungewollt Schwangeren hingewiesen werden. In vielen deutschen Städten setzen Aktivist*innen und Organisationen ein gemeinsames Zeichen für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs.

Seien Sie mit dabei, sei solidarisch, wenn es auch in Dresden heißt „Weg mit § 218“!

https://frauen.verdi.de/themen/sexismus-gewalt/++co++8ab2388c-2e11-11ef-8baa-0782277e87a8

Jana Giersberg