Kategorie: FGZ

Betriebliche Frauen*gesundheitsförderung

Die Gesundheit von Frauen* wird sowohl durch biologische Faktoren als auch durch gesellschaftlich- lebensweltliche Strukturen beeinflusst. Unterschiedliche Belastungen, etwa die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit, geringere Bezahlung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, führen häufig zu physischen und psychischen Herausforderungen. Gerade im Berufsleben sind Frauen* daher anderen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt als Männer. Betriebsärzt*innen können hier eine Schlüsselrolle übernehmen, indem sie Unternehmen beraten und gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung vorschlagen.

Es braucht eine betriebliche Gesundheitsförderung, die den spezifischen Bedürfnissen von Frauen* Rechnung trägt und die insbesondere frauenspezifische Gesundheitsanforderungen berücksichtigt, etwa durch ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Programme wie Rückenschule oder Beckenbodentraining. Auch Ernährungsberatung kann eine wertvolle Unterstützung bieten, insbesondere in Hinblick auf hormonelle Schwankungen und deren Einfluss auf das Wohlbefinden.

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt benötigen Frauen* besondere Unterstützung, um gesundheitliche Risiken zu minimieren und einen reibungslosen Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Flexible Arbeitszeiten, ergonomische Anpassungen und gezielte Aufklärungsangebote über Mutterschutz und Elternzeit sind essenzielle Maßnahmen. Gleichzeitig ist es wichtig, Männer stärker in die Care-Arbeit einzubeziehen, um eine faire Verteilung von beruflichen und familiären Verpflichtungen zu erreichen.

Neben physischen Aspekten muss auch die psychische Gesundheit von Frauen* stärker in den Fokus rücken. Die Doppelbelastung durch Familie und Beruf, die Pflege von Angehörigen, Belastungen durch das Alleinerziehen oder Diskriminierungserfahrungen erhöhen das Risiko für psychische Erkrankungen. Unternehmen sollten daher Stressbewältigungsprogramme, Resilienztrainings und psychologische Beratungsangebote bereitstellen. Eine Unternehmenskultur, die Diskriminierung und Mobbing aktiv bekämpft, trägt maßgeblich zur mentalen Gesundheit bei. Auch der Schutz vor sexueller Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz ist ein zentraler Bestandteil einer gesunden Arbeitsumgebung. Unternehmen müssen klare Schutzmechanismen etablieren, vertrauliche Anlaufstellen für Betroffene schaffen und durch gezielte Schulungen ein Bewusstsein für diese Problematik fördern. Psychosoziale Unterstützung für Betroffene kann helfen, langfristige Folgen zu minimieren.

Ein weiterer relevanter Bereich ist die Menstruationsgesundheit sowie der Umgang mit Wechseljahresbeschwerden. Viele Frauen* erleben zyklusbedingte beziehungsweise Wechseljahresbeschwerden, die ihre Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Eine offene Unternehmenskultur, die diese Themen nicht tabuisiert, flexible Arbeitszeiten ermöglicht und kostenfreie Menstruationsprodukte bereitstellt, kann wesentlich zur Entlastung beitragen.

Bestimmte Erkrankungen betreffen ausschließlich Frauen*, andere betreffen Frauen* deutlich häufiger oder verlaufen anders als bei Männern. Zu frauen*spezifischen Erkrankungen zählen unter anderem Endometriose, Myome, Brust- und Gebärmutterhalskrebs. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose. Präventive Maßnahmen und Aufklärung über frauen*spezifische Gesundheitsrisiken sind daher essenziell, um eine frühzeitige Erkennung und Behandlung zu ermöglichen.

Neben diesen gezielten Maßnahmen sind strukturelle Veränderungen erforderlich, um eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen* im Berufsleben zu erreichen. Transparente und gerechte Gehaltsstrukturen, die Förderung von Frauen* in Führungspositionen und flexible Arbeitsmodelle können langfristig Entlastung zu schaffen. Eine erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung muss daher stets im gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen.

Ein gesundes Arbeitsumfeld für Frauen* bedeutet nicht nur einen Zugewinn für die betroffenen Mitarbeiter*innen, sondern auch für Unternehmen selbst. Die Reduktion von krankheitsbedingten Ausfällen, eine gesteigerte Produktivität und eine höhere Arbeitgeberattraktivität sind direkte positive Effekte. Betriebsärzt*innen können eine entscheidende Rolle dabei spielen, Unternehmen bei der Umsetzung dieser Maßnahmen zu unterstützen und damit langfristig zu einer gerechteren und gesundheitsbewussteren Arbeitswelt beizutragen.

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Themennachmittag: Gemeinsam allein? Über Care-Arbeit, Beziehungen und Einsamkeit | 25.06. von 14-16 Uhr

KI-generierte Illustration: Fünf Personen, drei erwachsene Personen und zwei Kinder, sitzen gemeinsam an einem Esstisch und führen ein Gespräch in häuslicher Atmosphäre. Symbolbild für Care-Arbeit, Beziehungen und Einsamkeit trotz Gemeinschaft

Menschen, die sich um andere kümmern, fühlen sich oft gleichzeitig verbunden und trotzdem manchmal allein. Gemeinsam sprechen wir über Erfahrungen im Alltag, Herausforderungen, Unterstützung und darüber, was gegen Einsamkeit helfen kann.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ statt.

Veranstaltungsort
Frauen* – und Mädchen*gesundheitszentrum MEDEA e.V., Dürerstraße 99, 01307 Dresden

Anmeldung
Per E-Mail an fgz@medea-dresden.de  oder telefonisch unter 0351 – 84 95 67 9 (begrenzte Plätze)

Das Angebot ist kostenlos. Du kannst unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen

Mehr Infos findest du hier.

NEU! Offene Frauen*gruppe

Herzlich willkommen zu unserem neuen, monatlichen Angebot. Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat von 10:00 bis 11:30 Uhr im FMGZ MEDEA e.V. Eingeladen sind alle Frauen*, die im Alltag viel tragen, sich oft müde und belastet fühlen oder Kontakt zu anderen Frauen* suchen. Weitere Infos findest du hier.

Nächste Termine: 01.07. | 05.08. | 02.09. | 07.10. | 04.11. | 02.12.

Für Anmeldung und Fragen melde dich unter fgz@medea-dresden.de

Wir freuen uns auf dich!

+++Unsere Aktionswoche zum Jubiläum++

Begleitend zum Jubiläum wird es bei uns eine Aktionswoche geben. Diese beinhaltet spannende Workshops für Multiplikator*innen, sowie Angebote für Mädchen* und Frauen* für Austausch, Entspannung und gemeinsames Essen.

Montag; der 01.06.     – Workshop ‚Zyklus und Verhütung für Fachkräfte‘
Anmeldung über: maxi@medea-dresden.de
Kosten: 10,00€

Welche Verhütungsmittel und -methoden gibt es und für wen sind sie geeignet?
Welche sind am sichersten?
Und wie erkläre ich das Menschen mit einer Sprachbarriere?
Wie kann einfache Sprache dabei helfen?

Infos über hormonelle und nichthormonelle Verhütung, zum Zyklus und Natürlicher Familienplanung

Wir teilen unser Erfahrungswissen aus 20 Jahren in der Arbeit mit Mädchen* und Frauen* und stellen Anschauungsmaterial aus der sexuellen Bildung, pädagogische Methoden und den Verhütungsmittelkoffer vor.
                                        

Dienstag; der 02.06.       – Entspannung für Frauen* – mit Atem & sanftem Yoga
                                       
Anmeldung über: fgz@medea-dresden.de

Mittwoch; der 03.06.      – Frauen*Frühstück

Donnerstag; der 04.06.  – Fachkräftekurs “Im Körper ankommen
                                         https://medea-dresden.de/frauengesundheitszentrum/kurse-workshops/
                                         Anmeldung über: fgz@medea-dresden.de
Kosten: 40,00 € /ermäßigt 20,00 € (nach Selbsteinschätzung)

Unser Körper ist im beruflichen Alltag oft vernachlässigt. Mit einer Mischung aus Körperarbeit, Tanz und Improvisation wollen wir uns Zeit für Körper und Seele nehmen. Wir forschen gemeinsam, was uns guttut, wie wir Energie tanken können und wo Leichtigkeit in der Bewegung steckt.
Viele der hier erprobten Übungen können in den Alltag übernommen werden, um Stress abzubauen, eine gesunde Balance zu finden und für bewusste Selbstfürsorge.

Dieser Fachkräfte-Kurs richtet sich an Akteur*innen der Gleichstellungs-, Frauen- und Mädchenarbeit sowie interessierte Frauen*.

Freitag; der 05.06.           – thematischer Mädchen*Treff zum Thema ‚Gesundheit‘

Also seid dabei! Feiert mit uns 30 Jahre Frauen-und Mädchengesundheitszentrum MEDEA e.V. und meldet Euch gern an für die Angebote rund um unser Jubiläum! Wir freuen uns auf Euch!

Entspannung für Frauen*

Icon einer weiblich gelesenen Person im Schneidersitz mit geöffneten Armen. Das FMGZ MEDEA e.V. Logo befindet sich auf Bauchhöhe

Termin: 2. Juni 2026, 15 bis 16 Uhr

Ort: FMGZ MEDEA e.V., Dürerstraße 99, 01307 Dresden

Das erwartet dich:

  • sanfte Yogaübungen
  • bewusste Atmung
  • kleine Entspannungseinheiten
  • Ruhe und Zeit für dich

Für unser Entspannungsangebot für Frauen* brauchst du keine Vorkenntnisse oder Voraussetzungen. Alle Übungen werden an deine Bedürfnisse angepasst. Komm einfach, wie du bist.

Wir empfehlen bequeme Kleidung. Alles andere ist vor Ort vorhanden.

Das Angebot ist kostenlos.
Anmeldung: fgz@medea-dresden.de
Die Plätze sind begrenzt.

Weihnachtsgrüße & Schließzeit


In dieser besonderen Zeit des Jahres möchten wir innehalten und Danke sagen – für Eure Unterstützung, Eure Solidarität und das Vertrauen in die Arbeit des Frauen- und Mädchengesundheitszentrums MEDEA e.V.

Die Weihnachtszeit lädt dazu ein, achtsam mit sich selbst und miteinander zu sein, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Wir wünschen Euch erholsame Feiertage, Momente der Besinnung und einen guten, kraftvollen Rutsch in ein hoffnungsvolles neues Jahr 2026.

Auch wir lassen das alte Jahr nun in Ruhe ausklingen und sammeln neue Kraft für ein schönes, schöpferisches und solidarisches Neues Jahr, aber auch für alle Herausforderungen, die uns 2026 erwarten.
Daher bleibt das Frauen- und Mädchengesundheitszentrum in der Zeit vom 20.12. bis 04.01.2026 geschlossen. Ab 05.01.2026 sind wir wieder wie gewohnt für Euch da.

Seit achtsam mit Euch selbst und den Menschen in Eurem Nahfeld.
Wir freuen uns auf ein weiteres ereignisreiches Jahr mit Euch.

Herzliche Grüße
Euer Team vom Frauen- und Mädchengesundheitszentrum MEDEA e.V.

++WORKSHOP ‚STARKE WORTE‘ am 24.11.++

IM RAHMEN DER AKTIONSWOCHE GEGEN PATRIARCHALE GEWALT

Dieser Workshop richtet sich an alle interessierten FLINTA*, die sich im Alltag mehr sprachliche Schlagkraft und Sicherheit wünschen – Für SICH selbst und für ANDERE.

Gemeinsam schaffen wir einen solidarischen Raum, in dem wir über geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt sprechen, uns gegenseitig stärken und Wege finden, sprachlich klar und selbstbewusst zu handeln. Wir stärken Selbstwirksamkeit, üben verbale Reaktionen ein und ermutigen uns gegenseitig, nicht zu schweigen. Teile deine Erfahrungen, finde Verbündete – und werde laut!

Ort: Dürerstr.99
Zeit: 17-19Uhr

Anmeldung: maxi@medea-dresden.de

Periodenarmut: Warum Menstruationsprodukte kein Luxus sein sollten

Periodenarmut bezeichnet die finanzielle Belastung, die Menstruierende durch den Kauf von Hygieneprodukten erfahren. Der Begriff stammt aus dem Englischen („period poverty“) und beschreibt nicht das Ausbleiben der Periode, sondern den eingeschränkten oder gar fehlenden Zugang zu notwendigen Menstruationsprodukten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten.
Die monatlichen Kosten für Menstruationsprodukte variieren stark und liegen je nach Bedarf zwischen fünf und 35 Euro. Obwohl in Deutschland die Mehrwertsteuer für diese Produkte im Jahr 2020 von 19 % auf 7 % gesenkt wurde, bleiben die Kosten für viele Menschen eine erhebliche Belastung. Im Laufe eines Lebens summieren sich diese Ausgaben erheblich. Berechnungen zufolge gibt eine menstruierende Person während ihrer gesamten Zyklusdauer – also über durchschnittlich 38 Jahre hinweg – zwischen 7.000 und 16.000 Euro für Menstruationsprodukte aus. Studien zeigen, dass etwa jede vierte menstruierende Person in Deutschland Probleme hat, sich ausreichend mit Hygieneartikeln zu versorgen. Besonders betroffen sind junge Menschen. Um Geld zu sparen, reduzieren einige Betroffene bewusst den Verbrauch von Tampons oder Binden, zögern den Wechsel hinaus oder nutzen günstigere Alternativen. Dies kann jedoch ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, wie ein erhöhtes Infektionsrisiko oder das seltene, aber gefährliche toxische Schocksyndrom.
Viele Betroffene würden sich eine kostenfreie Bereitstellung von Menstruationsprodukten in öffentlichen Einrichtungen wünschen. In einigen Ländern, darunter Schottland und Neuseeland, gibt es bereits Programme, die kostenlose Hygieneartikel in Schulen und öffentlichen Einrichtungen bereitstellen. Auch in Deutschland gibt es Initiativen, die sich für eine bessere Versorgung einsetzen, doch bisher fehlt eine flächendeckende Umsetzung. Besonders Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten sowie Obdachlosenheime und Jugendzentren könnten von einer kostenlosen Bereitstellung profitieren. Nachhaltige Alternativen wie Menstruationstassen oder Periodenunterwäsche stellen zudem oft eine hohe einmalige Investition dar, die für von Armut betroffene Personen schwer zu stemmen ist.
Wer bereits Schwierigkeiten hat, das Nötigste wie Lebensmittel zu finanzieren, steht vor der Herausforderung, Hygieneprodukte zu beschaffen, die oft als Luxusgüter betrachtet werden, obwohl sie genauso essenziell sind wie Toilettenpapier. Verschiedene Organisationen und Aktivist*innen setzen sich deshalb für die flächendeckende Bereitstellung von kostenlosen Hygieneprodukten in Schulen, Universitäten und sozialen Einrichtungen ein.
Periodenarmut bleibt eine oft unterschätzte Herausforderung, die nicht nur finanzielle, sondern auch gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen hat. Eine verstärkte Sensibilisierung und politische Maßnahmen könnten dazu beitragen, dass alle Menstruierenden einen sicheren und diskriminierungsfreien Zugang zu notwendigen Hygieneprodukten erhalten.

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Selbstakzeptanz jenseits gesellschaftlicher Normen

Die Art und Weise, wie Menschen ihren eigenen Körper wahrnehmen, wird stark von gesellschaftlichen Idealen und medialen Darstellungen beeinflusst. Besonders Frauen* sind mit unrealistischen Schönheitsstandards konfrontiert, die zu Selbstzweifeln und Körperunzufriedenheit führen können und die Entstehung psychischen Erkrankungen fördern können. Bewegungen wie Body Positivity und Body Neutrality setzen hier an, indem sie alternative Perspektiven auf Körperbilder fördern und sich gegen diskriminierende Normen stellen.

Ursachen und Einflussfaktoren

Die Erwartung, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen, beeinflusst Mädchen* und junge Frauen* bereits früh in ihrem Leben und wird durch Werbung, soziale Medien und gesellschaftliche Konventionen verstärkt. Besonders problematisch sind das Retuschieren von Bildern, Diätkultur und die Verherrlichung bestimmter Körpertypen, die den Druck erhöhen, sich einem unerreichbaren Ideal anzupassen. Hinzu kommt, dass Schönheitsnormen stark mit Diskriminierung verwoben sind. Menschen mit nicht idealtypischen Körperformen, Behinderungen oder bestimmten ethnischen Merkmalen erleben häufiger soziale Ausgrenzung oder Benachteiligung. Dies kann das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen und langfristig zu psychischen Belastungen wie Essstörungen, Angststörungen oder Depressionen führen.

Zahlen und aktuelle Entwicklungen

Studien zeigen, dass eine Mehrheit der Frauen* unzufrieden ist mit ihrem Körper. Essstörungen sind bei Frauen* etwa zehnmal häufiger als bei Männern, wobei besonders junge Mädchen* gefährdet sind. Gleichzeitig wächst jedoch das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen solcher Schönheitsnormen und Bewegungen wie Body Positivity und Body Neutrality gewinnen an Bedeutung.

Was bedeutet „Body Positivity“ und „Body Neutrality“?

Body Positivity fordert, dass alle Körperformen als schön und wertvoll betrachtet werden. Es geht darum, gesellschaftliche Normen infrage zu stellen und ein positives Verhältnis zum eigenen Körper zu entwickeln. Dabei wird oft betont, dass Schönheit vielfältig ist und sich nicht an ein enges Ideal anpassen muss.

Body Neutrality geht noch einen Schritt weiter: Anstatt sich darauf zu konzentrieren, den eigenen Körper schön zu finden, wird der Fokus darauf gelegt, den Körper für das wertzuschätzen, was er leistet, unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild. Diese Perspektive kann besonders hilfreich sein für Menschen, die Schwierigkeiten mit der positiven Selbstwahrnehmung haben, aber dennoch einen gesunden Umgang mit ihrem Körper entwickeln möchten.

Lösungsansätze: Wie kann die Akzeptanz des eigenen Körpers gefördert werden?

Ein wichtiger Schritt ist, sich von unrealistischen Schönheitsidealen zu lösen und bewusst Inhalte zu konsumieren, die vielfältige Körperbilder repräsentieren. Geht es um soziale Medien, kann das Folgen von Accounts, die Diversität zeigen, das Selbstbild stärken. Auf struktureller Ebene braucht es eine Veränderung in der Mode- und Werbebranche, um realistischere Darstellungen von Körpern zu normalisieren. Bildungsprogramme in Schulen und Unternehmen können dazu beitragen, ein gesünderes Selbstbild zu fördern und den Druck durch äußere Erwartungen zu reduzieren.

Langfristig geht es darum, Selbstakzeptanz zu fördern und den eigenen Wert nicht von Äußerlichkeiten abhängig zu machen. Es ist an der Zeit, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrem Erscheinungsbild, in ihrer Haut wohlfühlen dürfen.

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