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Frauengesundheit in Deutschland - Ergebnisse aus dem Frauengesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts

In Deutschland leben mehr als 35 Millionen erwachsene Frauen. Ihr Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und ihre Gesundheitsversorgung sind Themen eines umfassenden Berichts der Gesundheitsberichterstattung am RKI, der Ende 2020 erschienen ist. Der Bericht nutzt eine breite Datengrundlage und zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Gesundheit von Frauen und Männern sowie innerhalb der Gruppe der Frauen auf. Er besteht aus einem Überblicksteil und Fokuskapiteln zur Gesundheit im Lebensverlauf, zu bestimmten Gruppen von Frauen, z. B. Frauen mit Migrationshintergrund und zu speziellen Gesundheitsthemen, z. B. sexueller und reproduktiver Gesundheit. Der Bericht zeigt, dass Gesundheit und Versorgung für Frauen in Deutschland auf einem hohen Niveau sind. Die Chancen auf ein gesundes Leben sind jedoch ungleich verteilt. Geschlecht, Alter, Bildung, Berufstätigkeit, Einkommen, Familienform, Migrationshintergrund und viele weitere Aspekte spielen eine Rolle. Die Gesundheitsberichterstattung stellt mit dieser Publikation aktuelle Daten und Informationen für Politik, Wissenschaft und Praxis zur Verfügung und gibt Impulse für eine geschlechtergerechte Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung. Im Vortrag wird ein Überblick über den Bericht gegeben, auf ausgewählte Fokuskapitel wird näher eingegangen.
Termin: 24.11.21, 10 – 12 Uhr, online über Zoom
Referentinnen: Dr. Anke-Christine Saß, Dr. Franziska Prütz, RKI
Ansprechpartnerin: Anne Dschietzig
Anmeldung: per E-Mail an fgz@medea-dresden.de oder telefonisch unter 0351 8495679
Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Regelschmerzen sind normal? Die Gender Data Gap in der Frauen*gesundheit

Die britische Psychologin und Autorin Robyn Stein DeLuca sagte 2017 in einem Interview: „Wir Frauen haben das Konzept zu sehr verinnerlicht, dass der weibliche Körper fehlerhaft ist.“ Schmerzen vor und während der Menstruation? Das gilt in unserer Gesellschaft als gegeben, sodass sie kaum Anlass für den Besuch einer gynäkologischen Praxis sind. Wenn doch, berichten viele Patientinnen* von nicht hilfreichen bis demütigenden Erfahrungen. Wenn genauer untersucht wird, erfolgt selten eine umfassende Aufklärung. Dabei können Menstruationsbeschwerden unterschiedliche Gründe haben und behandelbar sein. Aber Diagnosen, die mit Schmerzen assoziiert werden, wie PCOS und Endometriose, sind schlecht erforscht und bis zur Diagnose kann es dauern. Und dann? Auch nach einer Diagnose bleibt es schwierig, denn die Datenlage ist schlecht. Das Phänomen hat bereits einen Namen: Gender Data Gap (Geschlechter-Datenlücke). Das Frauenstadtarchiv Dresden lädt ein, gemeinsam mit Anne Dschietzig (FMGZ MEDEA  e.V.) und Kathrin Weinel (Endometriose Dialog e.V.) über diese Datenlücke zu sprechen anhand von Beispielen aus der Frauen*gesundheit und konkret zu Regelschmerzen. Wir wollen proaktiv fragen: Wie können wir trotz alledem Hilfe bekommen? Und was können wir selber tun, um verlässliche Informationen zu finden und uns selbst zu helfen?
Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.
Termin: 11.12.21, 14 – 17 , aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation DIGITAL – den Link erhalten Sie nach der Anmeldung
Kontakt und Anmeldung: frauenstadtarchiv@frauenbildungshaus-dresden.de oder 0351 / 31 38 83 90