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RKI veröffentlicht Frauengesundheitsbericht

Am 9.12.20 war es so weit! In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit und des Robert Koch-Instituts wurde die Veröffentlichung des lang erwarteten Frauengesundheitsberichtes bestätigt.
In der Ankündigung heißt es: „Frauen und Männer unterscheiden sich deutlich in Bezug auf Gesund­heit und Krank­heit. Neben unter­schied­lichen Er­krankungs­häufig­keiten lassen sich auch geschlechter­bezogene Unter­schiede bei der Wahr­nehmung und Kom­muni­kation von Symptomen, im gesundheits­rele­vanten Ver­halten und bei der In­an­spruch­nahme von Ver­sorgungs­angeboten fest­stellen. Ur­sachen hier­für werden unter anderem in den unter­schiedlichen Arbeits- und Lebensbedingungen gesehen. Die Daten aus dem Gesundheits­monitoring des Robert Koch-Instituts sind eine wichtige Grundlage für die Darstellung ge­schlechter­bezogener Aspekte von Gesund­heit und Krankheit. …“

Der Bericht ist als PDF auf der Homepage des RKI zu finden.

Veranstaltungshinweise

Die diesjährigen bundesweiten Herzwochen finden vom 1. bis 30.11. statt. Sie stehen unter dem Motto „Das schwache Herz“ und nehmen die Volkskrankheit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) in den Fokus. Aktuelle Informationen und Hinweise zu Veranstaltungen der Deutschen Herzstiftung finden Sie unter: www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/herztermine-und-veranstaltungen/herzwochen

Am 17.11.20 veranstalten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die vierte Bundeskonferenz Frauengesundheit als Livestream. Sie widmet sich dem Thema „Herz-Kreislauf-Gesundheit bei Frauen: Neue Aspekte und aktuelle Herausforderungen“ und wird organisatorisch von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. begleitet. Die Anmeldung ist bis zum 09.11.20 möglich unter:
www.frauengesundheitsportal.de/konferenzen/bundeskonferenz-frauengesundheit-2020/anmeldung-zum-livestream/

Zum Internationalen Tag NEIN! zu Gewalt an Frauen am 25.11.20 hat sich TERRES DES FEMMES eine besondere Aktion überlegt. Passend zum Jahresthema #meinherzgehörtmir will der Verein auf das Thema Zwangs- und Frühverheiratung aufmerksam machen und den Forderungen zum Schutz von Mädchen und Frauen in Deutschland Nachdruck verleihen. Im Rahmen der Fahnenaktion „Frei leben ohne Gewalt“ wurde eine Luftballon-Aktion ins Leben gerufen, bei der Sie ihre Wünsche für Betroffene und deren selbstbestimmtes (Liebes-) Leben öffentlichkeitswirksam steigen lassen können. Weitere Infos zur Aktion und Teilnahme finden Sie auf der Vereinsseite unter www.frauenrechte.de

Achten Sie auf sich?!

Wir leben derzeit in einer Gesellschaft, die von uns allen ständige Selbstoptimierung erwartet. Unser Arbeitsleben ist durch Wachstum, Zielvereinbarungen und Prozessoptimierung geprägt.

Wir verpflichten uns freiwillig zu ständiger Selbstverbesserung, da uns dadurch Anerkennung zu Teil wird.

Oft organisieren wir uns zusätzlichen Stress in der arbeitsfreien Zeit.

Wir „optimieren“ uns in Fitnessstudios, im Aktivurlaub und mit ausgefeilten Diäten – letztendlich alles Maßnahmen zur maximalen Leistungserbringung.

Gefangen im Dauerstress und unter ständiger Reizüberflutung entwickeln viele das Gefühl der dauerhaften Überforderung mit daraus resultierenden Selbstzweifeln, Selbstwertproblemen, Ängsten und Depressionen. Einem anfänglichen zeitweisen Rückzug folgt häufig Vernachlässigung persönlicher Kontakte und letztendlich soziale Isolierung der Betroffenen.

Wichtig unserer Erfahrung nach ist es, bereits die ersten Anzeichen von Stress und Überforderung ernst zu nehmen, um gut für sich zu sorgen.

Gönnen Sie sich Pausen, Auszeiten und ausreichend Schlaf.

Widmen Sie sich regelmäßig den schönen und angenehmen Dingen des Lebens mit voller Aufmerksamkeit.

Genießen Sie mal wieder etwas in vollen Zügen.

Hören Sie auf die leisen Töne. Beobachten Sie beispielsweise die Veränderungen in der herbstlichen Natur – den Baum vor Ihrer Wohnung, der sich täglich in neuem Farbenspiel präsentiert.

Bei Fragen zu diesem Thema können Sie uns gern ansprechen.

Wir wünschen eine entschleunigte und selbstfürsorgliche Herbstzeit!

Bild von DanaTentis auf Pixabay

Wegwarte – Heilpflanze des Jahres 2020

Die heute eher in Vergessenheit geratene Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte war bereits 2005 »Gemüse des Jahres«, da ihre Kulturformen Chicorée und Radicchio relativ bekannt sind und dank ihrer enthaltenen Bitterstoffe als Beitrag zu einer gesunden Ernährung gelten.

2009 wurde die heimische Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler zur »Blume des Jahres« gekürt.

Erste Aufzeichnungen zur Wegwarte finden sich in ägyptischen Papyrustexten aus dem 4. Jahrtausend vor Christus. In der Antike wurde sie als Heil- und Nutzpflanze verwendet. Ihre Bedeutung im Volksglauben, der Naturmedizin und in der allgemeinen Beachtung als „einfach nur schöne“ Blume, spiegeln sich in unzähligen Namen wie Zichorie, Wegeleuchte, Rattenwurz, Blaue Blume der Romantik, Wegweise, Wilde Endivie, usw. wider. Hildegard von Bingen bezeichnete sie als „Sunnenwirbel“, da sich ihre Blüten immer der Sonne zuneigen.

Die Wegwarte wirkt verdauungsfördernd, kreislaufstärkend, kräftigend, schweißtreibend, hautklärend.

Anwendung als Tee der den Appetit fördert, die Magensaftsekretion steigert, Leber und Galle anregt und folglich die Verdauung erleichtert

1,5 – 2,0 Gramm fein geschnittener Wurzel-Droge werden mit 150 ml kaltem Wasser übergossen, man erhitzt zum Sieden, lässt 2 – 3 Min kochen und seiht dann ab.       

oder

1 TL getrocknetes Wegwartenkraut wird mit 1/4 l kochendem Wasser aufgegossen, 10 min. ziehen gelassen, abgeseiht.

Der Tee wird als Bittertee ½ Std vor dem Essen getrunken und sollte nicht gesüßt werden.

Die Blätter und Stängel bereichern Salate, Suppen, Pfannengemüse und können wie Spinat zubereitet werden. Mit Beginn der Blütezeit schmecken die Blätter bitterer. Gewässert oder blanchiert verliert sich die Bitterkeit allerdings.

Die Blüten können als Farbtupfer in Salaten frisch verwendet werden.

Anwendung als Kaffeeersatz, der statt Koffein, laut Deutschem Ernährungsberatungs- und- Informationsgesetz, gesunde Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, u.a. liefert und im Gegensatz zu Kaffeealternativen aus Getreide frei von Gluten ist.

Anwendung als Tinktur

Für eine Tinktur verwenden Sie klein gehackte Wurzelteile, geben diese in ein entsprechend großes Schraubglas und übergießen sie mit Weißwein im Verhältnis 1:12. Nach 14 Tagen wird der Ansatz abgeseiht. Davon täglich morgens ein Likörglas trinken. Das in den Wurzeln enthaltene Inulin ist ein präbiotischer löslicher Ballaststoff, der die Darmflora positiv beeinflusst, indem er die Ansiedlung der positiven Darmbakterien (Laktobakterien und Bifidobakterien) unterstützt. Laut aktuellen Studien weiß man, dass Inulin das Dickdarmkrebsrisiko minimieren kann, die Aufnahme von Mineralstoffen und folglich die Knochenmineralisierung fördern kann.

Bild von Ulrike Leone auf Pixabay