Kategorie: FGZ 2-Re

Sozial aus der Krise

Am 13.7. folgten unsere Mitarbeiterinnen Franziska Miksch und Angelika Römmermann der Einladung der Stadtratsfraktion DIE LINKE, mit der Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Frau Dr. Kaufmann, und der Stadträtin Pia Barkow zur soziale und gesundheitliche Lage der Frauen, Mädchen und Familien in Dresden zu diskutieren. Dreh- und Angelpunkt waren die Auswirkungen der Coronapandmie, die wir in unserer Arbeit wahrnehmen und der Austausch zu Maßnahmen, die den bereits sichtbaren negativen Folgen der Pandemie – wie Anstieg depressiver Symptome, soziale Ängste und Zunahme von Gewalt – entgegensteuern können.

Im Rahmen dieser Veranstaltung übergab Frau Römmermann der Bürgermeisterin auch die Forderungen an die Kommunalpolitik, die das Fachpublikum im Rahmen des Fachtages „Müttergesundheit“ des Netzwerkes Frauengesundheit in Kooperation mit der EAF Sachsen am 16.5.21 aufstellte.

Ein Video der Veranstaltung „Sozial aus der Krise“ kann unter folgendem Link aufgerufen werden.

Trägt der „Nutri-Score“ zu gesunder Ernährung bei?

verschiedenes Obst und Gemüse

Eine Cola Light enthält null Nährwert, dafür Wasser, synthetische Süßstoffe, Farbstoffe und Aromen – trotzdem kann sie als Nutri-Score ein grünes B bekommen. Ein naturtrüber Bio-Apfeldirektsaft dagegen nur ein gelbes C, weil rein rechnerisch der Kaloriengehalt bei Diät-Cola geringer ist als bei Fruchtsaft.

Konventioneller aromatisierter und mit Zuckeraustauschstoffen gesüßter Erdbeerjoghurt schneidet beim Nutri-Score besser ab als ein Bio-Fruchtjoghurt, dessen Geschmack aus echten Früchten stammt, die aber von Natur aus eine bestimmte Menge Fruchtzucker enthalten.

Wie aussagekräftig ist der Nutri-Score?

Entwickelt von ErnährungswissenschaftlerInnen in Frankreich, kann er seit November 2020 bei uns verwendet werden. Im Bio-Laden ist er bisher kaum zu finden, aber immer häufiger im Supermarkt und dort auch auf Bio-Produkten.

Der Nutri-Score übersetzt Nährwerte eines Produktes in Farben, ähnlich einer Ampel. Das soll helfen, gesünder einzukaufen und ausgewogener zu essen. Heißt: Je roter, desto seltener. Er ermöglicht den schnellen Vergleich ähnlich verarbeiteter Produkte. Die Skala startet beim grünen A und geht bis zum roten E. Wie die klassische Nährwertkennzeichnung auf der Rückseite der Verpackung bezieht sich der Nutri-Score auf 100 g bzw. 100 ml des zu Grunde liegenden Produkts.

Bei der Berechnung wirkt sich der Anteil von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen positiv aus, aber der Ballaststoffgehaltwird nur bis zu einem Anteil von 4,7 Prozent positiv gewertet. Alles darüber wird nicht mehr berücksichtigt. Gerade bei Pasta, Keksen und Snacks setzen Bio-Hersteller aber oft auf Vollkornqualität.

Der Anteil von Kernen und Ölsaaten wie Sesam- und Leinsaat wird nicht positiv berücksichtigt, sondern wegen des Fettgehalts negativ. Pluspunkte gibt es nur für Oliven-, Raps- und Walnussöl, nicht für andere wertvolle Öle wie Lein- oder Kürbiskernöl in Aufstrichen und Feinkostsalaten.

Negativ schlagen Zucker, gesättigte Fettsäuren, Salz und ein hoher Kaloriengehalt zu Buche.

Hinzu kommt: Bio lässt aus Überzeugung weg. Nämlich alles, was zu weit weg ist von echten Lebensmitteln. Dazu zählen insbesondere die meisten der über 300 in der EU erlaubten Zusatzstoffe. Sind z.B. synthetische Süßstoffe, Geschmacksverstärker und Aromen enthalten, führt dies nicht zu einer Abwertung.

Der Verzicht auf Gentechnik, synthetische Pestizide und Dünger bei Bio-Produkten wird nicht honoriert. Der Grad der Verarbeitung spielt keine Rolle. Insgesamt führt das zur Benachteiligung von Bio-Produkten.

Ob mit Nutri-Score oder ohne: Wer wissen will, was alles drin ist, checkt am besten Zutatenliste und Nährwerttabelle, die für jedes verpackte Lebensmittel Pflicht sind. Denn gesunde Ernährung lässt sich nicht auf eine farbige Buchstabenleiste reduzieren. Trotzdem macht „Essen nach Farben“ durchaus Sinn, wenn nämlich je nach Saison eine bunte Mischung im Einkaufswagen landet: grüner Spinat, rosaroter Rhabarber, orangefarbene Möhren und weißgelber Chicorée zum Beispiel.

Psychische Gesundheit von Frauen – ein Überblick anhand des RKI-Frauengesundheitsberichtes

„Frauen sind häufiger von Depressionen und Essstörungen betroffen als Männer“ – lautet die erste Aussage im Frauengesundheitsbericht des RKI unter Punkt 2.1.7. „Psychische Gesundheit“.

Nach Daten der AOK stiegen die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen von 11,1 % im Jahr 2008 (Männer: 6,3 %) auf 14,3 % im Jahr 2017 (Männer: 8,6 %) an. Mehr Arbeitsunfähigkeitstage bei Frauen entstehen nur durch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (20,8 %). Ebenso stieg die Zahl der Frühberentungen aufgrund von psychischen- und Verhaltensstörungen von 19.950 im Jahr 2000 auf 42.677 im Jahr 2015 – mehr als eine Verdopplung trotz insgesamt sinkender Zahlen von Renten aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit.

Psychische und Verhaltensstörungen verursachen somit die höchsten Krankheitskosten bei Frauen mit 27,7 Milliarden Euro und einem Gesamtkostenanteil von 14,6 %.

Wo könnten die Ursachen dieser Entwicklung liegen?

An der Entstehung psychischer Störungen sind verschiedene Faktoren beteiligt. Frauen unterliegen zum Beispiel phasenweise anderen biologischen Abläufen als Männer wie natürlichen hormonellen Schwankungen, Schwangerschaft oder Wechseljahren. Sie sind außerdem häufiger sozial benachteiligt durch Alleinerziehung von Kindern, geringere Einkommen und Renten und werden häufiger Opfer von Gewalterfahrungen als Männer. Frauen leben zudem über lange Phasen mit Mehrfachbelastungen (ca. 82% der 40- bis 59-jährigen Frauen in Deutschland, lt. einer Studie des Allensbacher Meinungsforschung-Instituts).

Weitere Erklärungen weisen auf Unterschiede in der ärztlichen Diagnosestellung hin. Hierbei könnten unbewusste Geschlechterrollenbilder auf Seiten von ÄrztInnen von Bedeutung sein: So erhalten Frauen bei gleicher Symptomatik häufiger eine psychische, Männer hingegen eine somatische Diagnose.

Welches sind die häufigsten psychischen Störungen?

Depressive Störungen

Depressionen und depressive Symptome treten oft in Folge von oder zusammen mit körperlichen Erkrankungen, anderen psychischen Störungen, chronischem Stress oder lebensverändernden Ereignissen auf. Durch hormonelle Veränderungen zum Beispiel während der Schwangerschaft und nach der Geburt treten depressive Episoden zudem überproportional häufig auf. Die Prävalenz für arbeitslose Frauen ist deutlich höher als die der Berufstätigen. Ebenso verhält es sich bei Alleinerziehenden, Frauen mit niedrigerem sozioökonomischem Status und bei Frauen jenseits des 65. Lebensjahres.

Angststörungen

Angststörungen sind gekennzeichnet durch eine überdauernde, quälende Angst, bzw.  unangemessene Verhaltensweisen, die diese Angst verringern sollen. Es gibt situations- oder objektbezogene konkrete Ängste wie Platzangst und Tierphobie, oft vergesellschaftet mit körperlichen Symptomen wie Schwindel, Übelkeit, o.ä. Diese Ängste beeinträchtigen die Betroffenen nur bedingt. Dagegen massiv ist die Beeinträchtigung durch generalisierte, unspezifische Ängste und Panikstörungen, oft verbunden mit depressiven Störungen und Substanzabhängigkeit. 

Man geht davon aus, dass neurobiologische, genetische, hormonelle und psychosoziale Faktoren einen Einfluss auf die Entstehung von Angststörungen haben und als Erklärungsansatz für Geschlechterunterschiede herangezogen werden können.

Essstörungen

Sie lassen sich im Wesentlichen unterteilen in Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-/Brechsucht (Bulimie) und Binge-Eating-Störung (regelmäßig auftretende Essanfälle ohne gewichtsregulierende Maßnahmen). Häufig treten Essstörungen als Mischformen auf. Von Magersucht und Bulimie sind insbesondere heranwachsende Mädchen und junge Frauen betroffen (28,9% der Mädchen und 15,2% der Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren). Bei Frauen beträgt die 12 Monats-Prävalenz der Magersucht 1,2%. Die Wahrscheinlichkeit an Magersucht zu versterben, beträgt 5,5%. Sie hat damit die höchste Letalitätsrate unter allen psychiatrischen Erkrankungen. Genetische, neurobiologische, individuell-psychologische und soziokulturelle Einflüsse, sowie Schlankheit als gesellschaftlich vermitteltes Schönheitsideal oder mangelnde innerfamiliäre Abgrenzung tragen zur Krankheitsentstehung bei.

Substanzabhängigkeit/ Abhängigkeitsstörungen

Bei den psychi­schen und Verhaltensstörungen durch psycho­trope Substanzen wird unterschie­den zwischen Alkohol, Opioiden, Cannabinoiden, Kokain, Stimulanzien, Halluzinogenen, flüchtigen Lösungsmitteln (Schnüffelstoffe), Tabak, Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie multiplem Substanzgebrauch und dem Konsum sons­tiger psychotroper Substanzen. Die Abhängigkeit von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und Beruhigungsmitteln ist bei Frauen im mitt­leren Erwachsenenalter am höchsten. Substanzkonsum bei Frauen dient häufig der seelischen Entlastung sowie dem Erhalt der Funktionsfähigkeit, z. B. aufgrund von Belastun­gen in Beruf und Familie.

Suizid 

Von allen Suiziden werden 65 % bis 90 % durch psychische Erkrankungen verursacht, häufig durch Depressionen. 2017 starben in Deutschland 2.251 Frauen durch Suizid (Männer 6.990). Suizidversuche sind bei Frauen, vor allem jün­geren, häufiger als bei Männern. Die Anzahl der vollzogenen Suizide ist bei Männern höher, was u. a. mit der Wahl von gewalttätigeren Suizidmethoden zusammenhängt. Weitere Gründe für die Geschlechterunterschiede werden darin gesehen, dass psychische Erkrankungen bei Frauen eher diagnostiziert werden, sie sich eher Hilfe suchen und ihre Behandlungsbereitschaft stärker ausgeprägt ist.

Fazit

Obwohl eine Zunahme an Krankschreibungen und Frühberentungen in Deutschland aufgrund psychischer Störungen zu verzeichnen ist, kann diese in Studien nicht in Form gestiegener Prävalenzen gezeigt werden. Als mögliche Gründe werden die größere Bedeutung der psychischen Gesundheit in den Arbeits- und Lebenswelten, die gestiegene Aufmerksamkeit, die Enttabuisierung von Depression sowie eine Ver­änderung des Diagnose- und Krankschreibungs­verhaltens von Ärztinnen und Ärzten diskutiert – also eine (verhalten) positive Entwicklung.

Womit kann die psychische Gesundheit gestärkt werden?

Als Ressourcen und Schutzfaktoren für psychische Gesundheit gelten laut Frauengesundheitsbericht des RKI Wohlbefinden am Arbeitsplatz, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen, die Wertschätzung für die geleistete Tätigkeit sowie ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit. Weitere Faktoren sind die Zufriedenheit mit Familien- und weiteren sozialen Beziehungen, soziale Unterstützung, Selbstwirksamkeit (Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können), Kohärenzsinn (positive Grundhaltung gegenüber der Welt und dem eigenen Leben) und Widerstandsfähigkeit (Resilienz).

Quelle:

Robert Koch-Institut (Hrsg) (2020) Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland.
Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis.
RKI, Berlin

Meerrettich – Heilpflanze des Jahres 2021

Nicht umsonst wird die scharfe Wurzel als „Penicillin des Gartens“ bezeichnet. Meerrettich, ein Kreuzblütler, besitzt laut Studienberichten entzündungshemmende, antivirale und antibakterielle Eigenschaften. Die Kombination seiner Inhaltsstoffe aus Senfölen, Vitamin C, Cumarinen, Phenolcarbonsäure u.a. lassen ihn selbst bei multiresistenten Bakterien, gegen die Antibiotika zunehmend machtlos sind, seine Wirkung entfalten.

Die Universität Gießen konnte nachweisen, dass Meerrettich in menschlichen Lungenzellkulturen das Wachstum des Grippevirus H1N1 fast vollständig hemmt.

Untersuchungen an der Universität Freiburg belegten, dass Meerrettich Substanzen enthält, die durch ihre antiadhäsive Wirkung das Anheften von Bakterien an die Blasenschleimhaut verhindern. So wird er inzwischen in der für Ärzte wichtigen Behandlungsleitlinie als phytotherapeutische Option bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen aufgeführt.

Das Arzneimittel „Angocin N“ beispielsweise, enthält Meerrettich kombiniert mit der Kapuzinerkresse. Empfohlen wird es bei akuten Entzündungen der Bronchien und Nasennebenhöhlen sowie bei Entzündungen der Blase.

Mit der häufigen Verwendung in der Küche, möglichst frisch gerieben an Salate, in Saucen oder aufs Brot, unterstützen Sie nachhaltig Ihr Immunsystem.

Äußerlich angewendet lindert er Schmerzen im Bewegungsapparat und vertreibt den Muskelkater nach körperlicher Anstrengung. Dafür etwas Meerrettich raspeln, in ein Tuch geben und 5 bis 10 min auf die schmerzende Stelle auflegen. Hinterher die Stelle gut mit Wasser abspülen.

Bild von Alicja auf Pixabay

Seriöse Gesundheitsinformationen

Der Begriff „Gesundheit“ ist sehr individuell geprägt, genau wie die Bestrebungen, die eigene Gesundheit zu erhalten, zu verbessern, nicht zu gefährden. So unterschiedlich die persönlichen Vorstellungen ausfallen, so verschieden gestalten sich auch die Möglichkeiten Informationen zum Thema Gesundheit zu beziehen. Leider fällt es oft schwer die Qualität der unterschiedlichen Angebote einzuschätzen, wodurch sie uns nicht selten eher irritieren, anstatt uns weiterzuhelfen oder uns schlimmstenfalls sogar zu falschem Handeln oder Nichthandeln animieren.

Spätestens dann stellt sich die Frage: „Wie kann ich seriöse Informationen von unseriösen unterscheiden?“

Der gesunde Menschenverstand und das Bauchgefühl sollten bei diesbezüglichen Entscheidungsfindungen nicht übergangen werden. Und natürlich gilt auch hier die Regel, dass nicht alles für alle gleich gut oder schlecht ist, jeder Mensch ein ganz spezielles Wesen ist und einen eigenen Lebensweg hat. Dennoch gibt es ein paar nützliche Hinweise, die Beachtung finden sollten:

Schauen Sie auf die Auftraggeber angeführter Studien. Sind sie leicht ausfindig zu machen? Haben die Auftraggeber ein Interesse am Ergebnis einer Studie oder sind sie tatsächlich unabhängig? Sind etwaige Interessenkonflikte offen dargelegt oder wird probiert sie zu verheimlichen?

Liegen gleiche oder ähnliche Ergebnisse/ Informationen aus verschiedenen Quellen vor oder gibt es nur eine einzige Studie oder Quelle, die zu einem bestimmten Ergebnis gekommen ist?

Sind die versprochenen Effekte „zu schön um wahr zu sein“?

Vorsicht ist geboten bei der Angabe: „Geld-zurück-Garantie bei Nichterfolg“ oder bei der Ankündigung, dass ein und dasselbe Produkt bzw. ein und derselbe Wirkstoff fast alle Beschwerden lindere oder sogar heilen könne.

Wissenschaftlich fundierte Informationen erhalten Sie z.B. unter folgenden Adressen:

https://www.gesundheitsinformation.de

https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/endometriose

https://www.tk.de/resource/blob/2062858/9cba0213cf739f561cd9923ffccc8cf7/modul-4—teilnehmerunterlagen—gesundheitsinformationen-bewerten-data.pdf

https://www.embryotox.de

Natürliches „Antibiotikum“ selbst herstellen

Herkömmliche Antibiotika bekämpfen größtenteils ausschließlich Bakterien. Der Vorteil des vorliegenden natürlichen „Antibiotikums“ liegt darin, nicht nur Bakterien zu bekämpfen (möglich als Sekundärinfektion bei ursprünglich virusbedingten Erkrankungen), sondern auch gegen Viren wirksam zu sein. Zusätzlich wird das Immunsystem gestärkt und die Darmflora geschützt.
Durch die Kombination seiner Zutaten und die dadurch entstehenden Synergieeffekte wirkt es gegen verschiedene Bakterienarten, Parasiten und Pilze (z. B. Candida). Zusätzlich verbessert es die Blutzirkulation und den Lymphfluss.
Es handelt sich um eine traditionelle und bewährte Rezeptur. Wenn Sie die eine oder andere Zutat weglassen oder austauschen möchten, verändern Sie diese und möglicherweise auch die Wirkung. 

Im Falle von Unverträglichkeiten oder Allergien auf einen der Bestandteile, sollten Sie  selbstverständlich entsprechend verändern.

Herstellung
Zubereitungszeit: ca. 15-20 Minuten, Ziehzeit: 2 Wochen
Zutaten für ca. 0,7 Liter:
700 ml Apfelessig (Bio und naturtrüb)
25 g Knoblauch – schälen und reiben
70 g Zwiebeln – schälen und fein würfeln
17 g frische Pepperoni/Chili (ca. 2 Stück) – und zwar die schärfsten, die Sie finden können – kleingeschnitten
25 g frischer Ingwer – waschen und fein reiben
15 g frischer Meerrettich – schälen und fein reiben
27 g frische Kurkumawurzeln – waschen und fein reiben
¼ TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle2 EL Blütenhonig

Die Zubereitung
1. Alle Zutaten – bis auf den Apfelessig – in eine Schüssel geben und gründlich vermischen
2. Füllen Sie die Mischung in ein Einmachglas.
3. Gießen Sie den Apfelessig dazu, sodass der Inhalt gut bedeckt ist. Schließen Sie das Glas und schütteln Sie es kräftig.
4. Stellen Sie das Glas anschließend zwei Wochen lang an einen kühlen und trockenen Platz. Schütteln Sie es während dieser Zeit mehrmals täglich. Die Wirkstoffe aus Knoblauch, Chili etc. gehen auf diese Weise in den Essig über.
5. Nach zwei Wochen gießen Sie den Essig in eine Flasche ab. Um so viel Flüssigkeit wie möglich zu gewinnen, pressen Sie den Mix im Glas so stark es geht zusammen, z. B. mit einem Löffel oder einem Stampfer. Sie können den Mix auch in ein sauberes Baumwolltuch geben und dieses gut ausdrücken.
6. Den Mix können Sie ab sofort in sehr kleinen Mengen als Gewürz zum Kochen verwenden. Die Flüssigkeit hingegen ist Ihr neues, selbst gemachtes natürliches Antibiotikum.

Aufbewahrung
Wir empfehlen, das natürliche Antibiotikum sicherheitshalber in den Kühlschrank zu stellen. Die Haltbarkeit lässt sich dennoch leider nicht konkretisieren, da es sehr auf die Umstände der Zubereitung ankommt, wie hygienisch gearbeitet wurde, bzw. welche Mikroorganismen sich ansiedelten.
So lange die Mischung frisch und würzig riecht und schmeckt, kann man es erfahrungsgemäß drei Monate und länger anwenden. Bei geschmacklichen oder optischen Veränderungen sollte es nicht mehr genommen werden.

Anwendung
Achtung: Die Mischung ist sehr stark und scharf! Wenn Sie generell scharfe Speisen und Gewürze nicht vertragen, sollten Sie das natürliche Antibiotikum erst in sehr kleinen Mengen auf Verträglichkeit testen.
– Je nach Verträglichkeit vor, zu oder nach den Mahlzeiten. Die Wirkung ist auf leeren Magen stärker, doch verträgt dies nicht jeder.
– Wenn Sie das natürliche Antibiotikum pur nehmen, können Sie nach der Einnahme eine Scheibe Orange oder Zitrone in den Mund nehmen, um die Schärfe im Mund zu lindern.
– Täglich 1 EL des Extraktes stärkt Ihr Immunsystem. Geben Sie diese Dosis in ein Glas Wasser (150 ml). Manche Menschen können das natürliche Antibiotikum auch pur nehmen,
was die Wirkung erhöht, vor allem bei Infektionen im Rachenraum. Erhöhen Sie die Dosis langsam, bis Sie die Menge eines kleinen Likörglases erreichen.
– Wenn Sie gerade gegen eine ernsthaftere Krankheit oder Infektion kämpfen, nehmen Sie 1 EL der Antibiotika-Mischung fünf- bis sechsmal pro Tag (wiederum mit Wasser verdünnt)
– Als Kur (zur Prävention oder bei Krankheit) könnte man das Mittel beispielsweise 14 Tage lang nehmen, dann eine vierwöchige Pause einlegen und es erneut 14 Tage lang nehmen.
– Sie können mit der verdünnten Mischung auch gurgeln.
– Die natürliche Antibiotika-Mixtur kann natürlich auch in der Küche als Würze für Suppen und Eintöpfe verwendet werden. Gemixt mit Olivenöl entsteht ein hervorragendes, sehr gesundes Dressing.

Wichtige Hinweise zur Anwendung
– Besprechen Sie in Gegenwart von bestehenden Krankheiten oder auch wenn Sie bereits andere Medikamente nehmen, die Anwendung des natürlichen Antibiotikums mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.
– Setzen Sie keinesfalls vom Arzt verordnete Medikamente ab, um stattdessen das natürliche Antibiotikum zu nehmen! Nehmen Sie es in diesem Fall lieber zusätzlich – nach Absprache mit Ihrem Arzt.
– Kinder (bzw. deren Eltern) und Schwangere sollten die Einnahme mit dem jeweiligen Arzt besprechen.
– Stillende Mütter sollten bedenken, dass das starke Aroma des natürlichen Antibiotikums in die Muttermilch übergehen könnte, was dem Säugling nicht unbedingt behagen muss. Wir empfehlen vor der Anwendung in der Stillzeit, sich mit der Hebamme oder der Frauenärztin zu beraten

Starkes Immunsystem in Zeiten von Coronavirus

Gemüse

Es verhält sich immer gleich: Grassiert ein Virus, erkranken einige Menschen und andere nicht, manche nur leicht, einige sehr selten. Warum erwischt es die einen und die anderen bleiben verschont? Weil bei Letzteren die körpereigene Abwehr, ihr Immunsystem, stabil ist. 
Daher jetzt einige Empfehlungen, wie Sie Ihr Immunsystem stärken!

  1. Ernähren Sie sich gesund!
    Essen Sie Lebensmittel mit viel Betacarotin wie Karotten, Kürbis, Süsskartoffeln, Kräuter (Petersilie, Dill etc.), Grünkohl, Spinat und andere grüne Blattgemüsearten. Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt welches bestimmte Abwehrzellen, die sog. Killerzellen, mobilisiert. 
verschiedenes Obst und Gemüse
  1. Achten Sie auf ausreichende Vitamin-C-Versorgung
    Vitamin C kann grippale Infekte verkürzen, das Risiko für Lungenentzündungen reduzieren und sogar die Vermehrung von Viren hemmen. Der Verdacht liegt daher nahe, dass Vitamin C auch vor dem neuen Coronavirus schützen kann. Dabei kann Vitamin C aus natürlichen Quellen (Acerolakirsche, Sanddornbeeren, Hagebutten, Zitronen, viele Obst-und Gemüsesorten,..) vom Körper besser aufgenommen werden industriell hergestellte.
Zitrusfrüchte
  1. Sorgen Sie für einen gesunden Vitamin-D-Spiegel
    Ihr Erkrankungsrisiko steigt, wenn Sie einen Vitamin-D-Mangel haben! Vitamin-D-Lieferanten sind viele Fischarten, einige Pilzsorten, Eigelb, Milchprodukte,… Essentiell für die Vitamin D Versorgung ist außerdem Sonnenlicht.
Mädchen im Gegenlicht

Lesetipp: Artikel der Deutschen Welle zur Stärkung des Immunsystems durch Vitamine
https://www.dw.com/de/mit-vitaminen-gegen-covid-19/a-53276966